Mittwoch, 8. Februar 2012, 06:21 Uhr

manager magazin



21.09.2008
 

Schwacher Autoabsatz

Bosch nimmt Umsatzprognose zurück

Der Autozulieferer und Elektrokonzern Bosch kann seine Umsatzprognose für das laufende Jahr nicht aufrechterhalten. Grund sei die schwächelnde Autonachfrage in den USA und Europa. Auf die lange Frist will Bosch deshalb vom Autogeschäft unabhängiger werden.

Berlin - "Das Ziel, den Konzernumsatz im laufenden Jahr um nominal 5 Prozent zu steigern, werden wir leider nicht erreichen", sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach der "Wirtschaftswoche" laut Vorabbericht. Grund dafür sei der schwächelnde Autoabsatz in den USA und Europa.

Abnehmende Autonachfrage in Europa: Bosch hat "gedämpfte Erwartungen"
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DPA

Abnehmende Autonachfrage in Europa: Bosch hat "gedämpfte Erwartungen"

"Europa hat sich 2008 bisher ganz gut geschlagen. Für die weitere Entwicklung haben wir aber eher gedämpfte Erwartungen." Die Schwäche in den USA habe bislang durch den steigenden Absatz in Asien und Russland ausgeglichen werden können. "Es ist aber die Frage, wie lange das anhält."

Fehrenbach kündigte an, Bosch wolle seine Abhängigkeit vom Automobilgeschäft verringern: "Wir haben schon vor einiger Zeit entschieden, die Unternehmensbereiche besser auszubalancieren, sprich: die Dominanz der Kraftfahrzeugtechnik zu verringern und die anderen Bereiche Industrietechnik, Hausgeräte und Gebäudetechnik zu stärken." Laut Fehrenbach soll die Kfz-Technik in Zukunft etwa die Hälfte des Konzernumsatzes ausmachen. Derzeit sind es mehr als 60 Prozent.

Bosch will Fehrenbach zudem das Geschäft mit Erneuerbaren Energien ausbauen, in dem 2008 rund eine Milliarde Euro umgesetzt werden sollen. Dies solle durch Wachstum und Zukäufe geschehen. Akquisitionen stünden im Bereich Energieerzeugung "auf dem Prüfstand". Im Bereich Kraftfahrzeuge und anderen großen Geschäftsfeldern sehe er aufgrund möglicher kartellrechtlicher Probleme indes nur begrenzte Möglichkeiten für Übernahmen.

2007 hatte Bosch seinen Umsatz um 6 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro gesteigert. 61 Prozent der Erlöse entfielen auf Kfz-Technik, der Rest auf Industrietechnik, Werkzeuge und Haushaltsgeräte sowie Gebäudetechnik.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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