Von Michael Freitag
Hamburg - Der Automobilkonzern BMW
wird seinen Sparkurs weiter verschärfen. Unter anderem will Konzernchef Norbert Reithofer Immobilien der deutschen BMW-Niederlassungen verkaufen und anschließend zurückmieten. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (22. August) im Handel erhältlich ist. So soll Geld frei werden für neue Vorzeigefilialen in globalen Metropolen.
Reithofer will verhindern, dass der Gewinn 2008 noch weiter sinkt als bereits angekündigt. Der Konzern erwartet, dass die Umsatzrendite (Gewinn vor Zinsen und Steuern) auf etwa 4 Prozent fällt. Das entspräche fast einer Halbierung.
Für 2009 schließen BMW-Topmanager sogar einen Verlust nicht aus, falls der Dollar wieder auf Kurse zwischen 1,55 und 1,60 Dollar je Euro sinkt. Angesichts dieser Entwicklung will Reithofer auch das Weihnachtsgeld und die Ergebnisbeteiligung kürzen. Für 2007 hatten die BMW-Mitarbeiter im Schnitt 5600 Euro kassiert.
Um die Budgets zu strecken, sollen sogar die Anlaufpläne für Zukunftsmodelle neu geordnet werden. Demnach soll die Kombiversion des neuen BMW 5ers nicht wie vorgesehen 2009 auf den Markt kommen, sondern erst 2010. Den geplanten großen Geländewagen X7 hatte der Vorstand zuvor bereits komplett gekippt.
© manager magazin online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH