Die Österreichischen Bundesbahnen wollen gegen die Deutsche Bank klagen. Beim Kauf von Fondspaketen fühlt sich der Staatskonzern unzureichend beraten. Das Geschäft belief sich demnach auf 613 Millionen Euro.
Wien - Die Österreichischen Bundesbahnen klagen gegen die Deutsche Bank
wegen angeblich irreführender und unvollständiger Beratung über mögliche Risiken beim Kauf von sogenannten Collateral Debt Obligations (CDO).
Die Deutsche Bank arrangierte 2005 und 2006 den Kauf dieser CDOs - gebündelte Kredite - im Ausmaß von 613 Millionen Euro für Österreichs Bahn. Die muss nun im Zuge der weltweiten Finanzkrise 230 Millionen Euro dieses Investments abschreiben und sieht sich von der Deutschen Bank falsch beraten.
Die ÖBB fühlte sich nicht ausreichend über die Risiken informiert, ist einem Vorabbericht des Magazins "Format" vom Mittwoch zu entnehmen. Die CDOs seien demnach so kompliziert konstruiert gewesen, dass deren finanzielle Tragweite für die ÖBB-Manager nicht bewusst gewesen sei, schreibt "Format".
Eine Sprecherin der ÖBB bestätigte die Klageabsicht. Ob die Klage bereits beim Handelsgericht eingebracht worden sei, konnte sie nicht bestätigen. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar dazu ab.
Laut "Format" streben die ÖBB einen Vergleich mit der Deutschen Bank an, um ohne Verlust aus der Veranlagung auszusteigen. Erreiche man dies nicht, stehe die Klage im Raum.
manager-magazin.de mit Material von reuters
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