11.08.2008
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Südafrika

Und es ward Licht am Kap

Von Thomas Schaal

3. Teil: Deutsche Technik ist gefragt

"Bis zu 40 Prozent des lokalen Investitionsprogramms sind importabhängig", schätzt Chris Forlee, zuständiger Leiter für Eskom beim Ministerium für Staatsbetriebe. Es wurde wenig im Energiesektor in den vergangenen 30 Jahren investiert. Die Industrie für Energietechnik hat sich daher nicht bedeutend weiterentwickelt. Im Gegenteil, Kapazitäten wurden sogar deutlich reduziert.

Hightech aus Deutschland: Turbine zur Stromerzeugung von Siemens
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Hightech aus Deutschland: Turbine zur Stromerzeugung von Siemens

Um das lokale Energieprogramm mittel- bis langfristig nicht zu gefährden, will die Regierung nun eine eigene bedarfsgesteuerte und wettbewerbsfähige Industrie für Energietechnik in Südafrika fördern. Dazu hat sie das "Supplier Development Program" entworfen. Die Absicht ist, die Investitionsausgaben staatseigener Betriebe wirksam einzusetzen, um die Entwicklung einer lokalen Energietechnikindustrie zu entwickeln und - wenn möglich - Exportkapazitäten aufzubauen.

Die Investitionen in die Energieinfrastruktur und die Förderung einer lokalen Energietechnikindustrie bietet ausländischen Unternehmen hochinteressante Investitionsmöglichkeiten und Geschäftschancen. Der Energiesektor mit seinem hohem Kapital- und Modernisierungsbedarf wird in den kommenden Jahren einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Südafrikas sein. In allen Bereichen der Stromerzeugung sowohl für konventionelle als auch erneuerbare Energie wird neben Know-how vor allem Technologie benötigt.

Deutsche Großunternehmen und der Mittelstand sind dabei sehr willkommen, da deutsche Technik außerordentlich geschätzt wird. Diese Auffassung teilt auch Dieter Barlage, Geschäftsführer des gleichnamigen Sonderapparatebauers. "In fünf Jahren wird das Südafrika-Geschäft etwa 20 Prozent des Umsatzes generieren", ist sich Barlage sicher. Dazu hat das Unternehmen eigens lokales Personal eingestellt, um den Markt effizient zu bearbeiten.

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