Düsseldorf - Henkel
hat sich einen kräftigen Sparkurs verordnet. Der Pritt- und Persil-Hersteller will bis zum Jahr 2011 weltweit die Arbeitsplätze von rund 3000 seiner 53.000 Angestellten streichen. In Deutschland sollen 1000 Stellen wegfallen. "Betriebsbedingte Kündigungen können wir nicht ausschließen", sagte ein Henkel-Sprecher.
Kernpunkt des Umbauprogramms in Deutschland ist die Verlagerung der Produktion von Flüssigwaschmitteln aus Genthin nach Düsseldorf. Die Fertigungs- und Transportkosten seien in Sachsen-Anhalt nicht mehr wettbewerbsfähig, teilte Henkel mit. Deshalb sollen die Produkte künftig am rheinischen Stammsitz des Unternehmens hergestellt werden. In Genthin sind 240 Henkel-Mitarbeiter beschäftigt.
An der Börse sorgte die Meldung kaum für Beachtung. Der Kurs der Henkel-Aktie stieg zuletzt um rund 2,1 Prozent und damit in etwa so stark, wie der Marktdurchschnitt. Bis zum Nachmittag hatte Deutschlands Aktienleitindex Dax
etwa 2,2 Prozent hinzugewonnen.
Der Vorstand unter dem neuen Chef Kasper Rorsted erwägt Kreisen zufolge, den Konzern umzubauen. Der Vorstand prüfe, die Waschmittel- und die Kosmetiksparten zusammenzulegen. Umsatz und operatives Ergebnis der Waschmittel-Sparte waren im ersten Quartal zurückgegangen, das Geschäft mit Kosmetik und Körperpflege hatte dagegen stark zugelegt. Henkel hatte schon im Juni die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten neu geordnet.
Im Februar 2007 hatte der damalige Henkel-Chef Ulrich Lehner das Klebstoff- und Technologiegeschäft zu einer Sparte verschmolzen, um auf Märkten einheitlich wirtschaften zu können. Im gesamten Konzern war der operative Gewinn (Ebit) von Januar bis März verglichen mit dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Hohe Rohstoffpreise und Währungsverluste drückten das Ergebnis auf 320 Millionen Euro.
manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters
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