Von Patricia Döhle und Ulric Papendick
Hamburg - Er gehe davon aus, dass sich das amerikanische Wirtschaftswachstum in diesem Jahr weiter abschwächen und die Flaute bis weit ins Jahr 2009 andauern werde, sagte Paulson im Interview mit dem manager magazin, das ab Freitag (27. Juni) im Handel erhältlich ist.
Der New Yorker Finanzmanager, dessen Fonds Paulson & Co. rund 33 Milliarden Dollar Anlegergelder verwaltet, sagt zudem steigenden Inflationsdruck in den USA voraus.
"Leider hat sich die US-Regierung bei der Frage, ob sie die Wirtschaft stimulieren oder die Inflation eindämmen soll, fürs Ankurbeln der Wirtschaft entschieden", sagte Paulson dem manager magazin. Infolge dieser Politik werde sich auch der Dollar weiter abschwächen.
Die Geschäftspolitik der amerikanischen Investmentbanken, die durch die jüngste Finanzkrise erhebliche Verluste erlitten haben, beurteilt Paulson kritisch.
Die Wall-Street-Häuser seien "nach wie vor sehr aggressiv, wenn es ums Geschäft geht", so Paulson. "Mag sein, dass die Banken etwas aus der Finanzkrise gelernt haben, ich glaube aber: nicht genug."
Paulson, dessen Fonds bereits seit 1994 existiert, war vergangenes Jahr einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden, als er mit Wetten auf einen Verfall des US-Immobilienmarktes 3,7 Milliarden Dollar verdiente und sich damit an die Spitze im Einkommensranking der Hedgefondsmanager für das Jahr 2007 setzte.
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