Von Susanne Schulz, Stockholm
Stockholm - "Schweden hat einzigartige Voraussetzungen: unser kohlendioxidfreier Elektrizitätsüberschuss, unsere Kompetenz im Autobau und bei der Energiegewinnung sowie unser Umweltengagement". Das perfekte Pionierland für Elektroautos, findet der schwedische Forschungsminister Lars Lejonborg.
Saab Aero-X: Die Studie ist typisch für schwedische Autos - ethanolbetrieben, aber ansonsten nicht allzu umweltfreundlich
Um das zu verhindern, ist er bereit, sein Füllhorn auszuschütten. Stattliche wie staatliche Subventionen sollen das Land so schnell wie möglich auf den Pionierpfad lenken. Denn auch Lejonborg weiß, dass er mit einer Übergangsphase von "Jahrzehnten" rechnen muss.
Nicht alle Beteiligten sind von den Ideen begeistert. Bei den großen Automobilherstellern Volvo und Saab ist man eher zurückhaltend, denn der Kauf eines Elektroautos soll nach den Plänen des Forschungsministers mit einer höheren Prämie belohnt werden als der eines anderen umweltfreundlichen Autos.
Den Kauf umweltfreundlicherer Autos subventioniert der schwedische Staat schon jetzt. Ethanol-getriebene Fahrzeuge werden mit einer Prämie von 10.000 schwedischen Kronen, rund 1070 Euro gesponsert. Setzt Lejonberg sich durch, sollen aber ladbare Elektroautos künftig mit bis zu 20.000 Kronen - rund 2140 Euro - gefördert werden. Einerseits finden staatliche Verkaufsprämien bei den Fahrzeugherstellern allgemeinen Zuspruch: "Wir stehen dem Vorschlag positiv gegenüber. Die Prämie für Umweltautos war ja auch schon sehr erfolgreich", sagt Annicka Troedsson, Informationschefin bei GM Sverige AB gegenüber manager-magazin.de.
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