Samstag, 4. Februar 2012, 05:12 Uhr

manager magazin



27.05.2008
 

SPD-Pläne

Reichensteuer schon ab 125.000 Euro

Die SPD will nach einer erfolgreichen Haushaltssanierung die Sozialabgaben von Gering- und Durchschnittsverdienern senken. Im Gegenzug sollen Topverdiener und Vermögende stärker zur Kasse gebeten werden.

Berlin - So streben die Sozialdemokraten an, dass die Reichensteuer für Ledige bereits bei 125.000 Euro greift und nicht wie bisher erst bei 250.000 Euro. Geprüft werden soll auch die Wiederbelebung der Vermögensteuer. Das geht aus den am Dienstag vorgelegten "Orientierungspunkten der SPD für ein integriertes Steuer- und Abgabensystem eines sozialen Deutschlands" hervor.

"Mehr Netto für nachfolgende Generationen": Finanzminister Steinbrück
Zur Großansicht
DDP

"Mehr Netto für nachfolgende Generationen": Finanzminister Steinbrück

Für weitere Steuersenkungen wird kein Bedarf gesehen. Vorrang habe ein ausgeglichener Bundesetat bis 2011. Finanzielle Spielräume sollten zuerst für Zukunftsinvestitionen und dann für niedrigere Sozialabgaben genutzt werden, fordert die SPD. Die Union warf der SPD vor, eine Steuerhöhungspartei zu sein und Leistungsträger zu belasten. FDP-Chef Guido Westerwelle sah neue Belastungen auf die Mittelschicht zukommen. Die Linken nannten die geplanten Mehrbelastungen von Spitzenverdienern dagegen einen "Witz".

Der DGB lobte das SPD-Konzept als "ersten guten Ansatz". Die Arbeitgeber befürworteten zumindest die geplanten niedrigeren Sozialabgaben. SPD-Chef Kurt Beck sprach von einem "verantwortlichen Weg" und einer "klaren Orientierung". Die von der Union versprochenen Steuersenkungen seien bei Staatsschulden von fast 1600 Milliarden Euro unverantwortlich. Die SPD mache aber auch die "Ausgabenorgie der sogenannten Linkspartei" nicht mit. Eine schärfere "Reichensteuer" sei angesichts der Einkommensverteilung gerechtfertigt. Bei der Pendlerpauschale, deren Rückkehr auch Teile der SPD fordern, solle zunächst das Urteil des Bundesverfassungsgerichts abgewartet werden.

Finanzminister und Parteivize Peer Steinbrück sagte, Hauptziel sei "mehr Netto für nachfolgende Generationen". Es gehe nicht um Mehrbelastungen sondern Umschichtungen zwischen der Abgaben- und Steuerlast. Die "Orientierungspunkte" seien kein Regierungsprogramm, sondern ein erster Aufschlag für weitere Beratungen. Sie sollen auf dem SPD-Zukunftskongress an diesem Samstag erörtert werden. Details sollen in den nächsten Monaten für das Wahlprogramm geklärt werden.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben