18.04.2008
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Kfz-Kredite

Wie die Finanzkrise die Autobauer trifft

Von Christoph Rottwilm

2. Teil: "Autokredite könnten die nächsten sein"

"Autokredite könnten die nächsten sein"

Ausgehend von der Krise am US-Hypothekenmarkt ist aber gerade das Verbriefungsgeschäft weltweit ins Stocken geraten. "Autokredite könnten die nächsten sein", schreibt Booz Allen Hamilton in einer Mitteilung zur Studie. Der Sprecher der Volkswagen Bank berichtet allerdings gegenüber manager-magazin.de, dass das Unternehmen nach wie vor mit großem Erfolg Kreditpakete am ABS-Markt platziert.

Autobauer mit Finanztochter: Auch BMW betreibt eine Bank
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Getty Images

Autobauer mit Finanztochter: Auch BMW betreibt eine Bank

"Auch nach Beginn der Subprime-Krise haben wir keine Probleme damit", sagt er. "Die Papiere sind allerdings auch alle mit 'AAA', also top geratet." Er bestätigt aber, dass sich die Refinanzierungssituation aufgrund gestiegener Risikoaufschläge grundsätzlich eingetrübt hat.

Zusätzliches Problem: Nicht nur das Neugeschäft der Banken ist betroffen, sondern auch der Kreditbestand. "Die Banken haben gegenwärtig Darlehen von insgesamt rund 90 Milliarden Euro ausgereicht", berichtet Booz Allen Hamilton-Geschäftsführer Jörg Krings gegenüber manager-magazin.de. "Die Refinanzierung dieser Gelder muss nach und nach ebenfalls erneuert werden." Dabei werden den Herstellern die geänderten Konditionen ebenfalls zu schaffen machen, so Krings.

"Signifikante zusätzliche Kosten"

Aufgrund des harten Konkurrenzkampfes können die Mehrkosten nach Ansicht des Experten kaum an die Kunden weitergereicht werden. "Da würde sich immer noch ein Anbieter finden, der eine solche Offerte unterbieten könnte", so Krings. "Schließlich verfügen die Banken über ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Einige deutsche Anbieter wie die Volkswagen Bank oder die BMW Bank etwa seien nicht nur im Kredit-, sondern auch im Einlagengeschäft tätig. "Andere haben Finanzinvestoren mit im Boot, die den finanziellen Spielraum erweitern", sagt der Experte. Als Beispiele nennt er die Finanzdienstleistungstöchter von Fiat und General Motors, an denen die Investmentfirma Cerberus beteiligt ist.

Unter dem Strich entstehen pro finanziertem Fahrzeug laut Krings "signifikante zusätzliche Kosten". Eine einfache Rechnung macht dies deutlich: Wenn der von der Bank verlangte Zins beispielsweise von 6 Prozent auf 7 Prozent steigt, der Hersteller diese Finanzierung aber weiterhin zum Nulltarif anbieten möchte, so bedeutet dies eine Verteuerung der Quersubvention um rund 17 Prozent.

Ein Trost bleibt den Autobauern allerdings. Denn wahrscheinlich werden sie die vollständigen Kosten der Kreditverteuerung nicht allein tragen müssen. Die Branche teilt sich die Rabatt-Subventionierung in der Regel mit einer dritten Partei, die an dem Geschäft beteiligt ist - den Autohändlern.

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