Bukarest - Bei der Renault-Tocher Automobile Dacia im rumänischen Pitesti geht der Streik nach drei Wochen in eine weitere Runde. Die Gewerkschaft hat am Mittwoch ein verbessertes Angebot der Werksleitung zurückgewiesen. Zusammen mit einem Gerichtsurteil von heute sind das schlechte Nachrichten für das französische Mutterhaus Renault
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Arbeitsrichter urteilten, dass der Arbeitskampf nicht gegen das Gesetz verstößt. Die Werksleitung hatte beanstandet, dass weniger als die Hälfte der 13.000 Mitarbeiter den Streikaufruf unterzeichnet und die Gewerkschaften nicht alle verpflichtenden Stufen des Arbeitskonflikts bis zum unbefristeten Streik durchgangen hätten.
Die Verluste für das Autowerk werden auf 10 Millionen Euro täglich geschätzt. Für den morgigen Donnerstag haben die Gewerkschaften eine Großkundgebung in Pitesti angekündigt.
Die Werksleitung hatte am Vortag eine Lohnerhöhung von brutto 394 Lei (etwa 110 Euro) und damit doppelt so viel wie zuvor angeboten. Die Gewerkschaft fordert 550 Lei mehr und eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter, höheres Oster- und Weihnachtsgeld und Rabatte für ihre Mitglieder beim Kauf von Dacia-Autos. Ende 2007 verdiente ein rumänischer Autobauer nach Angaben des Statistikamtes im Schnitt umgerechnet etwa 400 Euro monatlich.
In seinem rumänischen Automobilwerk produziert Renault
das Billigauto Dacia Logan. 2007 gingen in Pitesti rund 230.000 Fahrzeuge vom Band, davon wurde mehr als die Hälfte exportiert. In diesem Jahr soll die Kapazität des Werkes auf 350.000 Einheiten ausgebaut werden.
manager-magazin.de mit Material von dpa und dpa-afx
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