Dienstag, 7. Februar 2012, 06:38 Uhr

manager magazin



09.04.2008
 

Warnungen

Krise erfasst Volkswirtschaften

Finanzexperten in den USA und in Deutschland prognostizieren die Folgen der Kreditkrise für die Volkswirtschaften. Bei der Fed schließt man einen Abschwung nicht aus, deutsche Steuerschätzer rechnen mit Ausfällen für den Fiskus von bis zu zehn Milliarden Euro.

Washington - Die Wirtschaft in den USA schrumpft im ersten Halbjahr. Und wie es danach weitergeht, ist unsicher: Das ist die pessimistische Prognose der US-Notenbank Fed für 2008 - nachzulesen in einem Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses vom 18. März, das heute bekannt wurde.

Wirtschaft in Mitleidenschaft: Die Kreditkrise wird in den Volkswirtschaften ankommen
Zur Großansicht
DDP

Wirtschaft in Mitleidenschaft: Die Kreditkrise wird in den Volkswirtschaften ankommen

Zwar äußerten die Notenbanker dem Protokoll zufolge die Erwartung, dass im zweiten Halbjahr 2008 wieder ein langsames Wachstum zu erwarten sei. Doch einige Mitglieder des Gremiums befürchteten, "dass ein länger andauernder und ernsthafter Wirtschaftsabschwung nicht ausgeschlossen werden kann".

Grund dafür sei der erschwerte Zugang zu Krediten und die anhaltende Schwäche am Immobilienmarkt. Teilnehmer der Sitzung hätten sich außerdem besorgt über die Inflation geäußert. Mehrere Indikatoren für die Inflationserwartungen deuteten nach oben - das dürfe die Fed bei aller Sorge um das Wirtschaftswachstum nicht aus dem Auge verlieren. Seit Mitte September hatte die Notenbank ihren Leitzins mehr als halbiert; am jenem 18. März senkte sie ihn von 3,0 auf 2,25 Prozent, um der Wirtschaft mit billigerem Geld zu helfen.

Das R-Wort wird vermieden

Das Wort Rezession wird in dem Protokoll nicht verwendet. Davon ist unter Experten erst die Rede, wenn die Wirtschaft zwei Quartale in Folge schrumpft. Ob dies in den ersten beiden Quartalen 2008 der Fall sein wird, ist noch nicht klar, da das zweite noch läuft. Aber das erste endete offenbar so negativ, dass die Notenbanker nicht mehr erwarten, dass das zweite den Gesamttrend im ersten Halbjahr wieder ins Positive drehen kann.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte schon in der vergangenen Woche erstmals offen gesagt, dass die USA in eine Rezession rutschen könnten. Bis genug Daten vorlägen, um eine Rezession festzustellen, werde es aber noch brauchen.

Für das kommende Jahr sagen die Fed-Experten eine Beschleunigung des Wachstumstempos voraus - wegen der bisherigen Zinssenkungen, der anhaltenden US-Exportstärke, der sinkenden Ölpreise und dem erwarteten Ende der Finanzkrise.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben