Dienstag, 7. Februar 2012, 06:39 Uhr

manager magazin



08.04.2008
 

Konjunktur

Der Trend zum Zweitjob

Von 30 Millionen Beschäftigten gehen bereits eine Million einem Zweitjob nach, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Mit steigender Tendenz, rechnet das Institut für Wirtschaftsforschung Halle vor.

Halle - Immer mehr Arbeitnehmer benötigen nach Ansicht des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) künftig einen Zweitjob, um den Lebensunterhalt zu finanzieren. "Von rund 30 Millionen abhängig Beschäftigten in Deutschland geht heute schon etwa eine Million regelmäßig zusätzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit einer weiteren Beschäftigung nach", sagte der Arbeitsmarktexperte des Instituts, Herbert Buscher, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Halle. "Die Tendenz wächst."

Zweitjob: Viele Menschen müssen einer zweiten Tätigkeit nachgehen, zum Beispiel in der Gastronomie. Wenn auch nicht so formvollendet wie auf dem Foto.
Zur Großansicht

Zweitjob: Viele Menschen müssen einer zweiten Tätigkeit nachgehen, zum Beispiel in der Gastronomie. Wenn auch nicht so formvollendet wie auf dem Foto.

Hinzu kämen rund 700.000 Frauen und Männer, die unregelmäßig Nebenjobs ausüben. "Angesichts der hohen Lebenshaltungskosten und der doch sehr moderaten Einkommenserhöhungen ist das kein Wunder."

Betroffen seien vor allem Menschen mit geringer Qualifikation. "Normalerweise sollte es auch bei einfachen Tätigkeiten so sein, dass der Verdienst ausreicht, um davon leben zu können. In der Realität von Familien oder Alleinerziehenden ist das aber nicht so, vor allem, wenn die Kinder länger in der Ausbildung sind oder gar keine haben", sagte Buscher. "Je höher qualifiziert ein Arbeitnehmer ist, desto weniger dringlich ist es allerdings, einen Zweitjob anzunehmen, um seinen Lebensstandard halten zu können", sagte er auch mit Blick auf die Höhe des Einkommens entsprechend der Ausbildung.

Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften halten angesichts neuer Arbeitsplätze, Reformen und Investitionen in Bildung, Forschung und Umwelt die Vollbeschäftigung in Deutschland in den nächsten Jahren wieder für möglich. Buscher sieht vor dem Hintergrund von Veränderungen im gesellschaftlichen Leben auch Chancen und neue Betätigungsfelder durch Zweitjobs. "Längere Ladenöffnungszeiten oder neue Tourismusfelder können dazu führen, dass mehr Menschen, wenn auch befristet, wieder eine Arbeit bekommen, die ansonsten womöglich gar keine Arbeit finden würden."

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben