Donnerstag, 9. Februar 2012, 22:28 Uhr

manager magazin



02.04.2008
 

Faule Kredite

Noch 200 Milliarden in den Büchern

Die deutschen Banken haben laut einer Studie faule Kredite von rund 200 Milliarden Euro in ihren Büchern. Unterdessen sieht Bundesbankpräsident Axel Weber den Höhepunkt der Finanzkrise noch nicht erreicht.

Frankfurt am Main - Die deutschen Banken haben faule Kredite von rund 200 Milliarden Euro in ihren Büchern. Diese Zahl nennt die Unternehmensberatung Ernst & Young in einer am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Studie. Dabei geht es um Ausfallrisiken aus Darlehen deutscher Banken, nicht um Engagements im angeschlagenen US-Hypothekenmarkt.

Wegen des Misstrauens der Banken untereinander sei der Handel mit diesen so genannten notleidenden Krediten, die voraussichtlich von den Schuldnern nicht zurückgezahlt werden, im vergangenen Jahr eingebrochen. 2007 hätten die deutschen Banken solche Kredite im Wert von rund 6,5 Milliarden Euro verkauft, das war weniger als halb so viel wie im Rekordjahr 2006 mit 14,4 Milliarden Euro. Auch Bundesbankpräsident Axel Weber und EU-Finanzkommissar Joaquín Almunia sehen den Höhepunkt der Finanzkrise noch nicht erreicht.

Es sei "noch zu früh, Entwarnung zu geben", sagte Notenbankchef Weber der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). Die Vertrauenskrise sei noch nicht überstanden. "Solange der Preisverfall am US-Immobilienmarkt anhält, muss mit weiteren Turbulenzen gerechnet werden." Weber forderte die Vorstände der großen Banken auf, das verloren gegangene Vertrauen der Märkte zurückzuerlangen. "Es ist leider viel Vertrauen verspielt worden. Das gilt es schnellstens zurückzugewinnen. Das wirksamste Rezept ist Offenlegung der Risiken und Transparenz an den Finanzmärkten", sagte Weber.

National wie international sind nach Ansicht des Bundesbankchefs zuallererst die Banken selbst gefordert. "Banken, die hohe Risiken eingegangen sind, müssen ihre Verluste offenlegen. Die Eigentümer dieser Banken, egal ob staatlich oder privat, müssen diese Verluste tragen, sonst werden keine Lehren aus der Krise gezogen", sagte der Weber der "Bild"-Zeitung.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben