Von Wolfgang Kaden
Weniger Amerika in der Wirtschaftswelt
Ein Gutteil der Sanierungsarbeit dürften die Märkte selbst besorgen. Die Geschäftsbanken werden beispielsweise ihre Anreizsysteme für die Mitarbeiter überarbeiten; sie werden wesentlich zurückhaltender sein, wenn Private-Equity-Fonds wieder mal eine Übernahme mit hohen Krediten bezahlen wollen.
Den anderen Teil müssen Notenbanken und Regierungen besorgen. So müssen durch internationale Vereinbarungen schnellstmöglich die mit Wildwest-Manier agierenden Hedgefonds gezähmt werden.
Zurückdrängen des angelsächsischen Finanzkapitalismus und Rückbesinnung auf die Tugenden kontinental-europäischen Wirtschaftens - das heißt auch, ganz platt: weniger Amerika in der Wirtschaftswelt.
Fürwahr, dies sind keine leichten Zeiten. Aber Krisen bieten nun mal immer auch Gelegenheiten für Veränderungen und Verbesserungen. Die Märkte werden sich, wenn alles ausgestanden ist, neu orientieren. Der angelsächsische Finanzkapitalismus wird der große Verlierer sein.
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