Hamburg - Wie das "Handelsblatt" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ, Dienstagausgaben) unter Berufung auf eine Analyse der bundeseigenen Deutschen Energieagentur (Dena) vorab berichteten, steht bereits ab 2012 nicht mehr genügend Kraftwerksleistung zur Verfügung. Verbraucher müssten sich daher auf deutlich steigende Strompreise einstellen.
Laut "FAZ" wurde die Dena-Studie am Montag beim Treffen der Vorstandsvorsitzenden der vier großen deutschen Energiekonzerne Eon
, RWE
, Vattenfall
und EnBW
mit Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) vorgelegt. In der Untersuchung heiße es, ein Weiterbetrieb bestehender Kraftwerke sei "über die bisher geplanten Laufzeiten notwendig, um eine Stromlücke zu vermeiden und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten". Das beziehe sich auch auf Atomkraftwerke.
Die Chefs der Energiekonzerne sicherten derweil im Kanzleramt nach Informationen der "FAZ" zu, kein Atomkraftwerk vor der Bundestagswahl im Herbst 2009 zu schließen. Die Meiler würden vielmehr so betrieben, dass die jeweils zugestandene Reststrommenge einen Betrieb über den Wahltermin hinaus erlaube. Ursprünglich sollten mehrere Kernkraftwerke bis Sommer 2009 abgeschaltet werden.
manager-magazin.de mit Material von dpa
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