Mittwoch, 8. Februar 2012, 15:57 Uhr

manager magazin



13.03.2008
 

Jahresbilanz

HVB trotzt der Krise

Die HypoVereinsbank hat die Finanzkrise bislang ohne größere Blessuren überstanden. Die Unicredit-Tochter konnte ihren Gewinn 2007 sogar deutlich steigern. Die italienische Mutter steht ebenfalls gut da.

München - Der Überschuss nach Anteilen Fremder sei um ein Viertel auf 2,05 Milliarden Euro geklettert, teilte die HypoVereinsbank (HVB) Chart zeigen am Donnerstag mit. Den Eigentümern, gut 95 Prozent der Anteile liegen bei Italiens größter Bank Unicredit Chart zeigen, winkt nun eine um 25 Prozent erhöhte Dividende von 50 Cent je Stammaktie.

Voll im Wind: Der HVB geht es trotz Kreditkrise gut
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DPA

Voll im Wind: Der HVB geht es trotz Kreditkrise gut

Während andere Institute durch die US-Immobilienkrise und ihre heftigen Nachwehen an den Börsen arg in Bedrängnis geraten sind, kommt die HVB vergleichsweise unbeschadet durch die turbulenten Zeiten. Das Handelsergebnis der Bank brach 2007 zwar um 23 Prozent auf 592 Millionen Euro ein. Dies wurde aber durch niedrigere Kosten sowie eine geringere Risikovorsorge mehr als ausgeglichen.

Die Verwaltungsaufwendungen fielen um 3,2 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro, die Risikovorsorge für faule Kredite sank gar um fast 43 Prozent auf 536 Millionen und lag damit auf einem für die Bank historisch niedrigen Niveau. Die HVB hatte über viele Jahre mit Milliardenabschreibungen Investoren enttäuscht und war schließlich 2005 von der UniCredit geschluckt worden. Seitdem wurde die Bank radikal umgebaut. Ihre lukrative Tochter Bank Austria samt Töchtern in Osteuropa mussten die Münchner nach Mailand abtreten. Die HVB bekam dafür die Zuständigkeit für das Investmentbanking der ganzen Gruppe.

Kleinaktionäre gehen in diversen Prozessen noch immer gegen die Transaktion vor. Sie sehen die HVB geschädigt, weil der Preis für die Bank Austria von rund 13 Milliarden Euro aus ihrer Sicht viel zu niedrig war. Die Belastungen durch die Finanzkrise bezifferte die HVB auf 344 Millionen Euro. Unter der Krise leiden vor allem US-Banken, die teilweise zweistellige Milliardenbeträge verloren. In Deutschland entgingen die SachsenLB und die IKB Chart zeigen nur knapp dem Zusammenbruch; mehrere Landesbanken stehen mit dem Rücken zur Wand.

Wie bei der HVB spielte die Krise auch bei der UniCredit kaum eine Rolle. Der Nettogewinn der Gruppe lag mit 6,56 Milliarden Euro auf fast unverändertem Niveau, nachdem sie zuletzt noch den italienischen Rivalen Capitalia Chart zeigen übernommen hatte. Das Engagement in den kritischen Märkten sei im Dezember mit 164 Millionen Euro "vernachlässigbar" gewesen. Die italienischen Banken sind vor allem im Privatkundengeschäft stark und kommen daher nun glimpflich davon.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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