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29.02.2008
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Vertrauensranking

Es bleibt immer etwas hängen

Von Martin Löser und Lars Mende

4. Teil: Deutsche Bank hat sich von Mannesmann nicht erholt

Deutsche Bank hat sich von Mannesmann nicht erholt

Daneben bleibt DHL, das wohl größte Sorgenkind im Konzern, ein akutes Problem. Nach wie vor dümpelt der Logistiker in den USA mit einem einstelligen Marktanteil auf dem dritten Platz und eine Verbesserung der Marktposition ist nicht in Sicht. Die Medien zweifeln nach wie vor an der Kompetenz des Unternehmens, den "Erzrivalen UPS und Fedex" auf dem amerikanischen Markt Paroli bieten zu können ("Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 19. Februar).

Früheinsteiger: Unter normalen Umständen wäre die Zeit des Kronprinzen Appel erst später gekommen
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DPA

Früheinsteiger: Unter normalen Umständen wäre die Zeit des Kronprinzen Appel erst später gekommen

Zumwinkel ist nach ihrer Auffassung jedenfalls an diesem Vorhaben gescheitert und das Vertrauen in die Problemlösungskompetenz des neuen Post-Chefs Appel fällt bisher mager aus. Konkrete Pläne sind laut Appel erst "zu Beginn des Sommers" zu erwarten ("Focus" vom 25. Februar). Vorher wird die Post das Vertrauen der Öffentlichkeit in DHL wohl kaum verbessern können.

Ein dominantes Thema in der öffentlichen Wahrnehmung bleibt weiterhin die zweifelhafte Moral und Ethik der Wirtschaftselite. Nicht nur bei der Deutschen Post ist dabei erkennbar, dass das einmal verspielte Vertrauen in Ethik und Moral länger nachwirkt als positive Meinungen über die Fachkompetenz der Unternehmen - es bleibt immer etwas hängen. Selbst die Spitze des Vertrauensrankings bleibt davon nicht verschont.

So führt die Deutsche Bank Chart zeigen zwar derzeit den CTI mit 36,5 Punkten an; das öffentliche Vertrauen in das Institut bleibt aber nicht ungetrübt. Die Bank legte exzellente Geschäftszahlen vor und die Medien betonten, dass die Deutsche Bank besonders "das Risikomanagement besser beherrscht als andere" ("Frankfurter Rundschau" vom 8. Februar) und so durch die Subprime-Krise wenig Schaden nahm.

Allerdings wurde die Fachkompetenz der Bank nur am 8. Februar besonders positiv erwähnt. Bereits einen Tag später sank der Tageswert um 21 Zähler und das Verhältnis von Artikeln zur Fachkompetenz der Bank zu Artikeln zum ethischen Verhalten entsprach dem Verhältnis beider Vertrauensfaktoren vor der Veröffentlichung der hervorragenden Geschäftszahlen, die also das mangelnde Vertrauen in Ethik und Moral nicht beeinflussen konnten. Vor allem der Umgang der Deutschen Bank mit der IKB und die Person Josef Ackermann wurden weiterhin kritisch beleuchtet. Nach wie vor bekommt der Deutsche-Bank-Chef auch das beim Mannesmann-Prozess verlorene Vertrauen zu spüren.

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