Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will die Steuerflucht über Liechtenstein notfalls mit einseitigen Auflagen eindämmen. Denkbar sei etwa eine Berichtspflicht für alle Banküberweisungen.
Berlin - Die Bundesregierung strebe zwar vorrangig eine "kooperative, international abgestimmte" Lösung der strittigen Steuerfragen an, sagte Steinbrück am Donnerstagabend im ZDF. Angesichts der aktuellen Steuerhinterziehungsaffäre müsse man sich allerdings auch Gedanken über Gegenmaßnahmen auf bilateraler, nationaler Ebene machen, "die zu einer gewissen Belastungsprobe führen können".
"Man kann sich vorstellen, dass zum Beispiel alle Transaktionen einer Berichtspflicht unterworfen werden, oder dass alle Überweisungen aus Deutschland nach Liechtenstein einer Quellenbesteuerung unterworfen werden", konkretisiert der Minister. Es sei zu überlegen, "ob man hier die Daumenschrauben stärker ansetzt als bisher".
Steinbrück wiederholte, er habe von der aktuellen Affäre im Vorfeld keine Kenntnis gehabt. Er verteidigte erneut die Rolle des Bundesnachrichtendienstes, über den die Ausgangsinformationen über den Fall an die Steuerbehörden und die Staatsanwaltschaft geflossen waren. Der BND habe sich "völlig korrekt" verhalten.
manager-magazin.de mit Material von reuters
Staatspleiten: Wir müssen unser Geld schützen!
Sind Sie Marken-
Testen Sie, wie gut Sie sich in der Welt von Nivea, Maggi & Co. auskennen.
Ab durch die Mitte
Familien, Firmen und Finanzen - das Spezial für den Mittelstand.
Mobiles Wirtschaftsangebot: Verpassen Sie auch unterwegs keine Nachrichten und Börsenkurse.
Blog: Wie Sie dem Preisdruck entkommen
| Service | ||
|---|---|---|
Depot |
||