Von Henrik Müller
Die Kanzlerin und ihre Minister schleudern derzeit mächtige Warnungen ins Volk hinaus.
Wenn das so weiter gehe mit den Topmanagern, so warnen Angela Merkel (CDU), Peer Steinbrück (SPD), Michael Glos (CSU) und andere, dann drohe dem ganzen System der sozialen Marktwirtschaft der Vertrauensentzug.
Dann bekämen wir eine irgendwie andere Republik. Und wie sähe die aus? Verstaatlichung von Schlüsselindustrien?
So genau legen sich die Regierenden da nicht fest. Noch nicht. Aber die Drohung steht im Raum: Wir können auch anders, wenn die Wirtschaftselite sich nicht benimmt.
Anlässe für derlei Drohungen hat es in der Tat reichlich gegeben. Es begann, schlimm genug, mit der größten globalen Bankenkrise der neueren Geschichte.
Dann die Schließung des subventionierten, profitablen Nokia-Werks in Bochum. Dann die Steueraffäre des Klaus Zumwinkel, gefolgt von der größten Razziawelle, die die Republik je erlebt hat.
Das Vertrauen schwindet - in die Marktwirtschaft, die Politik, in die Zukunft. Das Ergebnis: eine globale Krise der Demokratie. Lesen Sie mehr im manager magazin 03/2008 ab Seite 112.
InhaltWochen bevor die Zumwinkel-Liechtenstein-Affäre ans Licht kam, entschieden wir uns in der Redaktion der Printausgabe von manager magazin, eine Titelgeschichte über den allgegenwärtigen Vertrauensverlust zu recherchieren. Wir stellten eine große Frage: "Zerstört der Superkapitalismus die Demokratie?". Führt die Allianz aus Gier und Globalisierung zu einem destruktiven Prozess der unkreativen Zerstörung? Im Laufe der Recherchen spielte uns die Aktualität in die Hände. Reporterglück.
Mein Kollege Wolfgang Hirn und ich machten uns an die Arbeit, wir sprachen mit Unternehmern und Managern, mit Wissenschaftlern und Beratern, mit Politikern und Beamten. Wir trafen eine Menge sehr nachdenklicher Menschen.
Henry Ford soll mal gesagt haben: "Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft." Und außerdem noch: "Es ist nicht der Unternehmer, der die Löhne zahlt - er übergibt nur das Geld. Es ist das Produkt, das die [...] mehr...
Mir gefällt der erhobene Zeigefinger, was mit dem System und den Managern passieren würde, wenn sich zu viele Bürger benachteiligt fühlten und zu den politischen Rändern strömen würden... ich musste sogar lächeln... Quasi: "Die [...] mehr...
in der 10.000jährigen Menschheitsgeschichte sind viele Weltreiche zusammen- gebrochen. Jetzt gehen die Vereinigten Staaten von Amerika unter. Der Traum geldgieriger und verantwortungsloser Manager von unbegrenzten und [...] mehr...
Die Randpartei, wie zum Beispiel die NPD im Osten sowie das allgemeine erstarken der Linkspartei kommen doch nicht von irgendwo. Ein Müntefering stellt sich hin und behauptet der Zulauf der NPD hätte nichts mit den [...] mehr...
... 50 Pfennig pro Wort kosteten und zu komprimierter Formulierung zwangen, wäre die Breite Ihrer Argumentation schwer zu erfassen gewesen. Es ist zweifellos interessant, was Sie schreiben; aber geht's nicht ein bißchen [...] mehr...
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