Im Verkauf und Handel von Wertpapieren erreichten wir mit Erträgen in Höhe von 13 Milliarden Euro beinahe den letztjährigen Rekordstand. Dies ist unserem kundenorientierten Geschäftsmodell zu verdanken. Es beruht auf der Transformation statt auf der Übernahme von Risiken. Angesichts der Entwicklungen im Subprime-Segment haben wir uns defensiv positioniert. Damit waren wir von der rasanten Verschlechterung der Märkte weniger tangiert.
Auch unser diversifiziertes Geschäftsportfolio hat sich bewährt. Hohe Erträge in kundenbezogenen Geschäftssparten, wie dem Devisenhandel und dem Geldmarktgeschäft sowie im Geschäft mit Zinsprodukten und im Handel mit Aktien, konnten eine etwas schwächere Ertragsentwicklung bei einigen anderen Produkten weitgehend kompensieren. Unsere starke Position in den Kapitalmärkten der Schwellenländer, die sich weniger beeindruckt von der Krise gezeigt haben, kam uns ebenfalls zugute.
Insgesamt wurde die Deutsche Bank von der Subprime-Krise und ihren Auswirkungen weitaus weniger stark getroffen als viele unserer internationalen Wettbewerber. Geringere Abschreibungen und Handelsverluste bei Subprime-Krediten und CDOs sind ein überzeugender Beweis für unser starkes Risikomanagement.
Für das klassische Investment Banking, das Emissions- und Beratungsgeschäft, war 2007 – gemessen an den schwierigen Bedingungen – ein durchaus zufrieden stellendes Jahr. Durch unsere globale Aufstellung und unsere starke Kundenbasis konnten wir in wichtigen Regionen weiter wachsen. In Europa und Asien haben wir im M&A-Bereich Marktanteile hinzugewonnen. Wir waren bei prominenten Transaktionen im Gegenwert von etwa 870 Milliarden US-Dollar maßgeblich beteiligt. Dies ist eine Steigerung von 80 Prozent gegenüber 2006 und deutlich über der Marktentwicklung, die um 24 Prozent zulegte. Dies unterstreicht: Die Expertise der Deutschen Bank in diesem Bereich ist weltweit gefragt und schlägt sich in vorderen Plätzen der League Tables nieder.
Global Transaction Banking – kurz GTB – verzeichnete wiederum ein Jahr starken Wachstums. Die Erträge von GTB lagen mit 2,6 Milliarden Euro um 16 Prozent höher, das Ergebnis vor Steuern war mit 945 Millionen Euro um ein Drittel besser als in 2006. Auch hier sind wir in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum stark gewachsen. Im Cash Management, in der Handelsfinanzierung und im Wertpapierverwahrgeschäft ist die Deutsche Bank bei den Kunden international eine gefragte Adresse. Zahlreiche Auszeichnungen unterstreichen dies. Der kürzliche Start von SEPA, des einheitlichen Zahlungsverkehrsraums für Euro-Zahlungen, wird den europäischen Zahlungsverkehr nachhaltig verändern. Wir haben in GTB dieses Projekt maßgeblich mitgestaltet und werden von den Kunden als die "SEPA-Bank" gesehen.
Unser Konzernbereich Private Clients and Asset Management – kurz PCAM – hat im Geschäftsjahr 2007 seine Erträge um 9 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro und den Vorsteuer- Gewinn um 6 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigern können und damit erneut für eine erfreuliche Stabilität des Ergebnisses der Bank gesorgt.
Die Netto-Mittelzuflüsse beliefen sich auf insgesamt 59 Milliarden Euro. Davon konnten wir im Unternehmensbereich Asset and Wealth Management mit Netto-Mittelzuflüssen von 40 Milliarden Euro fast doppelt so viel wie im Jahr zuvor akquirieren. Unsere innovativen Produkte, der Ausbau der Kundenbetreuung und das Erschließen neuer Märkte zahlen sich zunehmend aus – besonders in Asien/Pazifik, aber auch in Europa. Die Erträge lagen mit 4,4 Milliarden Euro um 5 Prozent über denen des Vorjahres. Der Vorsteuer-Gewinn erhöhte sich um 2 Prozent auf 913 Millionen Euro. Darin sind Abschreibungen im vierten Quartal in Höhe von 74 Millionen Euro auf immaterielle Vermögenswerte enthalten.
Auch die Erträge des Unternehmensbereichs Private & Business Clients– kurz PBC – nahmen erfreulich zu: Sie stiegen um 12 Prozent auf knapp 5,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis von PBC verbesserte sich deutlich um 10 Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro. In unseren europäischen Kernmärkten außerhalb Deutschlands, in Spanien und Polen, haben wir die hohe geschäftliche Dynamik beibehalten. In wachstumsstarken Schwellenländern haben wir unsere Präsenz weiter ausgebaut.
Insgesamt konnten wir in PBC weltweit mehr als eine Million neue Kunden gewinnen, und zwar netto. In Deutschland stärkten wir unsere Marktführerschaft sowohl aus eigener Kraft als auch durch zügige Integration unserer Vorjahresakquisitionen. Mit der Berliner Bank haben wir nun in der Hauptstadt einen Marktanteil von 15 Prozent. Die Norisbank konnte seit dem Start ihrer Marketingkampagne allein über 100.000 neue Kunden gewinnen und mehr als zwei Milliarden Euro an neuen Einlagen akquirieren.
Unsere Industriebeteiligungen haben wir weiter abgebaut und uns von Immobilien getrennt. Andere Vermögenspositionen legten im Wert zu, so zum Beispiel unsere Kaufoption auf Aktien der Hua Xia Bank. Hinzu kamen Dividendenerträge auf unsere verbliebenen Beteiligungen. Insgesamt steuerte Corporate Investments in 2007 rund 1,3 Milliarden Euro zum Vorsteuergewinn bei.
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