Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:02 Uhr

manager magazin



24.01.2008
 

BayernLB

Hubers Hiobsbotschaft

Auch die BayernLB leidet unter der US-Hypothekenkrise und muss bis zu 100 Millionen Euro abschreiben. Doch das ist nicht alles - darüber hinaus verweist CSU-Chef Erwin Huber auf mögliche Bewertungsschwankungen im Jahresabschluss.

München - Die BayernLB kann sich der US-Hypothekenkrise und den Turbulenzen an den Börsen nicht entziehen. Bislang sei ein Abschreibungsbedarf von bis zu 100 Millionen Euro identifiziert worden, sagte der bayerische Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber in München. Ein Sprecher der zweitgrößten deutschen Landesbank bestätigte die Zahl am Donnerstag.

Verkünder der Nachricht: Erwin Huber ist CSU-Chef und Finanzminister von Bayern.
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"Darüber hinaus wird im Jahresabschluss sicherlich ein Korrektur- und Abschreibungsbedarf aufgrund von Bewertungsschwankungen in Ertragsrechnung und Bilanz spürbar werden", ergänzte Huber, der im Verwaltungsrat des Münchner Kreditinstituts sitzt. Der Minister rechnet dennoch für 2007 mit einem deutlichen Gewinn für die Landesbank - anders als bei vielen Banken weltweit, die wegen hoher Abschreibungen in die roten Zahlen gerutscht sind. Die Bilanz soll erst Ende April veröffentlicht werden.

Eine Dividendenausschüttung an die Eigentümer - zu je 50 Prozent der Freistaat und die bayerischen Sparkassen - sei nicht gefährdet, sagte der Minister. "Die Liquidität der BayernLB ist weiterhin in vollem Umfang gewährleistet." Zahlen nannte er allerdings nicht. "Nach Lage der Dinge können wir heute sagen, es wird ein positives Jahresergebnis geben." Und weiter: "Wir werden mit Sicherheit nicht in eine Situation wie die WestLB kommen", erläuterte Huber. Die Düsseldorfer Bank muss wegen hoher Verluste von ihren Eigentümern mit 2 Milliarden Euro gestützt werden.

Im Dezember hatte die Bank einen Zeitungsbericht, wonach der Abschreibungsbedarf bei gut einer Milliarde Euro liegen könnte, dementiert. Die Münchner hatten immer wieder betont, kein Opfer der US-Hypothekenkrise zu sein.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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