Berlin/Hamburg - Die Deutsche Bahn ist auf der Suche nach einem "adäquaten Standort" für ihre Logistiksparte Schenker. "Sowohl die derzeitigen wie auch potenzielle neue Standorte werden geprüft", sagte Logistikvorstand Norbert Bensel am Montag in Berlin. Es gebe derzeit noch keine Entscheidungen.
Bensel reagierte mit diesen Äußerungen auf einen Vorabbericht der "Financial Times Deutschland", wonach der künftige Sitz der Sparte in Hamburg sein soll. Als Sitz sei ein 90 Meter hoher Büroturm für einen dreistelligen Millionenbetrag in Hamburg geplant. Dort sollten rund 700 Führungskräfte von Schenker einziehen. Ein formaler Beschluss zum Umzug solle noch in diesem Jahr erfolgen.
Der Sprecher des Hamburger Senats, Christof Otto, sagte, die Bahn habe bereits mehrmals ihr Interesse an einem stärkeren Engagement in der Hansestadt bekundet. Es sei aber "noch nichts spruchreif".
Gespräche mit Hamburger Bürgermeister?
Mehdorn will nach Angaben der Zeitung in dieser Woche erneut mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust (CDU) über weitere Einzelheiten sprechen. Senatssprecher Otto sagte dazu, es sei richtig, dass Mehdorn am Donnerstag nach Hamburg komme, um mit von Beust einen aus Peking kommenden Containerzug im Empfang zu nehmen.
Anfang 2006 waren Verhandlungen zwischen der Bahn und Hamburg über eine Verlegung der Konzernzentrale von Berlin an die Elbe geplatzt, nachdem auch die Bundesregierung interveniert hatte. Bislang verteilt sich die Schenker-Verwaltung auf drei Städte. Am derzeitigen Hauptsitz der Deutschen Bahn in Berlin sind 250 Mitarbeiter beschäftigt, in der weltweiten Schenker-Zentrale in Essen sind es 400 Mitarbeiter und bei Schenker Deutschland in der Nähe von Frankfurt am Main weitere 100 Beschäftigte. Die in Mainz ansässige Güterbahnsparte Railion soll dort bleiben.
manager-magazin.de mit material von ddp und dpa
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