Von Simon Hage
"Verlagerung ist nicht die Lösung"
Dilemma Nummer eins: Um das Währungsrisiko abzumildern, will der Flugzeugbauer verstärkt im Dollarraum produzieren. Doch Airbus ist ein Unternehmen, dessen Geschicke stark von Politikern beeinflusst werden - und die sehen es nicht gerne, wenn Produktionsstätten im Ausland entstehen. "Frankreich und Deutschland haben in Airbus viel investiert", mahnte jüngst Frankreichs Premierminister François Fillon, "aber nicht, um das Unternehmen scheibchenweise in den Dollarraum abwandern zu sehen."
Zwar würde eine neue Endmontagelinie im US-Bundesstaat Alabama, wie Airbus sie ins Auge gefasst hat, nicht unbedingt weniger Produktion in Europa bedeuten. "Angesichts der hohen Auftragszahlen könnte Airbus neue Werke außerhalb Europas aufbauen, ohne dafür bestehende Kapazitäten abbauen zu müssen", sagt Klaus Heiner Röhl, Luftfahrtexperte beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW), gegenüber manager-magazin.de.
"Gefahr, dass der europäische Flugzeugbau ausstirbt"
Dennoch zeigt sich die Gewerkschaft IG Metall skeptisch: "Eine Produktionsverlagerung kann nicht die einzige Lösung sein", sagt Sprecher Friedrich. Er warnt vor der Gefahr, "dass der europäische Flugzeugbau ausstirbt." Außerdem kann auch Airbus den Dollaranteil an seinen Maschinen nicht mehr beliebig steigern. Nach Angaben an Branchenkreisen werden bereits bereits heute 30 bis 45 Prozent der Herstellungskosten in Dollar beglichen.
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