Frankfurt am Main - Der Verkauf sei in Übereinstimmung mit der entsprechenden Vereinbarung der Zentralbanken aus dem Jahr 2004 geschehen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mit.
Nach Schätzungen von Analysten sind die Goldreserven der EZB damit um sieben Prozent gesunken. Die Menge entspreche etwa 1,2 Prozent der jährlichen weltweiten Goldnachfrage, berechnete Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank.
Da der jüngste Rückgang des Goldpreises am schwachen Dollar liege, habe der Markt das Gold der Zentralbank offenbar gut absorbiert, sagte Weinberg.
15 Zentralbanken aus aller Welt hatten sich vor drei Jahren in der Neuauflage des sogenannten "Central Bank Gold Agreement" aus dem Jahr 1999 verpflichtet, in einem Zeitraum von jeweils fünf Jahren 2000 Tonnen Gold aus ihren Beständen über den Markt zu verkaufen. Sie blieben bislang fast jedes Jahr unter ihrer eigenen Zielmarke von durchschnittlich 500 Tonnen.
Die EZB sitzt auf einem vergleichsweise kleinen Berg von Goldreserven. Über die mit Abstand größten Goldreserven - etwa 8100 Tonnen - verfügt nach offiziellen Angaben die US-Notenbank Federal Reserve.
Auf Platz zwei liegt die Bundesbank, die rund 3400 Tonnen Gold ihr Eigen nennt. Drittgrößter Goldbesitzer ist mit etwa 3200 Tonnen der Internationale Währungsfonds (IWF).
manager-magazin.de mit Material von reuters
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