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manager magazin



03.12.2007
 

Schwellenländer

Die aggressivsten Angreifer

Von Simon Hage und Anja Tiedge

Ob Turbinenbauer aus Indien, Kartonhersteller aus China oder Reedereien aus Chile: In rasantem Tempo wachsen Hunderte kraftstrotzender Weltkonzerne heran - und fordern westliche Marktführer heraus. Die Boston Consulting Group hat in einer Studie die schlagkräftigsten Wirtschaftsriesen aus den Schwellenländern identifiziert.

Hamburg - Sie heißen Bajaj, Shougang oder Charoen Pokphand Foods und kommen aus Indien, China oder Thailand. Viele Manager westlicher Konzerne haben solche Namen noch nie gehört, können sie noch nicht einmal richtig aussprechen. Dabei wären sie gut beraten, die aufstrebenden Unternehmen aus Asien, Südamerika und Osteuropa stärker zu beachten. Zumal diese vor Wirtschaftskraft strotzen, energisch in ausländische Märkte vordringen - und die heutigen Marktführer bedrohen.

Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in ihrer Studie "New Global Challengers". Untertitel: "Wie Topunternehmen aus rasant wachsenden Volkswirtschaften die Welt verändern."

Für die Studienautoren steht fest: Die neuen Angreifer werden den Wettbewerb in vielen Branchen erheblich anheizen. "In den boomenden Schwellenländern stehen Hunderte ehrgeiziger Firmen in den Startlöchern, um die Weltmärkte zu erobern", sagt Bernd Waltermann, BCG-Partner in Singapur. Seine Warnung: "Wer tatenlos abwartet, wird sich bald heftiger Konkurrenz oder gar feindlicher Übernahmen erwehren müssen."

New Global Challengers: Woher die Angreifer stammen
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New Global Challengers: Woher die Angreifer stammen

Aus insgesamt 3000 Unternehmen wählte BCG die 100 auffälligsten aus - die größten Herausforderer der westlichen Marktführer. Sie zeichnen sich aus durch die führende Position in einem Schwellenland, ein Umsatzvolumen von mindestens einer Milliarde Dollar und die Präsenz in Auslandsmärkten.

Beeindruckend - und für hiesige Unternehmen beunruhigend - klingen vor allem die Wachstumsraten: Seit 2004 stiegen die Umsätze der 100 Angreifer dreimal schneller als die Erlöse der amerikanischen Bluechips, die im Index Standard & Poor's (S&P) gelistet sind.

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