Von Michael Adams
Wettbewerb verschärfen
Zudem ist die Moral einer Regionalpolitik fragwürdig, die bereit ist, wettbewerbsfähigere Arbeitsplätze in Bayern oder Belgien zu opfern, um in Wolfsburg unwirtschaftlichere Arbeitsplätze zu erhalten.
Der richtige, jetzt eingeschlagene Weg besteht darin, den Wettbewerbsdruck auf VW durch verbesserte Tüchtigkeit aufzunehmen. Das Eingreifen in die Unternehmensleitung durch einen politischen Investor wie das Land Niedersachsen, der bei ausländischen Staatsfonds von denselben Politikern zu Recht abgelehnt wird, ist unehrlich und schädigt letztlich das Unternehmen und seine Mitarbeiter – wie dies VW über Jahrzehnte erleben musste. Eine Zukunft kann VW nur als wettbewerbsfähiges, filzfrei geführtes Unternehmen haben.
Die jetzigen Verbesserungen verdanken wir der EU. Deutschland hätte zu einer Verbesserung bei VW nicht allein die Kraft gefunden. Dazu war der Kreis der Interessierten zu groß und mächtig.
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