Von Kai Lange
Auslastung der europäischen Automobilwerke steigt
Die Restrukturierung der Automobilindustrie in Nordamerika und der EU führe in Verbindung mit dem Produktionszuwachs zu einem Abbau von Überkapazitäten. Für Europa erwartet PwC einen Anstieg der Kapazitätsauslastung von 75,9 Prozent im Jahr 2001 auf 86,2 Prozent bis zum Jahr 2011.
"Die europäische Automobilindustrie wird insgesamt profitabler. Seit den 90er Jahren lag die durchschnittliche Auslastung der Automobilwerke kontinuierlich unter der Schwelle von 80 Prozent", betont Kuhnert. In Nordamerika dürfte die Auslastung der Automobilwerke von 2006 bis 2014 um knapp fünf Prozent auf durchschnittlich etwa 87 Prozent steigen.
Das Problem vieler Autohersteller sind jedoch sinkende Gewinnmargen. Eine Steigerung des Umsatzes bringt noch keinen Erfolg, wenn sie auf Kosten sinkender Preise errungen wurde. Der Besitz eines Autos sei heute kein "Differenzierungsmerkmal mehr". erklärt Kuhnert. Die Automobilindustrie sei gezwungen, Kunden verstärkt über Styling, Image und den Preis anzusprechen. Als Folge habe sich das Produktangebot der Originalgerätehersteller (OEM) stark aufgefächert, aber auch der Preisdruck habe zugenommen.
PwC geht davon aus, dass die Zeiten "natürlich" hoher Margen vorbei sind. Um eine ausreichende Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten, werde es für die Hersteller daher darauf ankommen, zum Beispiel über technische und prozessorientierte Optimierung sowie strikte Kostenkontrolle die Margen auf einem profitablen Niveau zu halten oder dorthin zu bringen. Die deutsche Automobilindustrie sei jedoch auch vor diesem Hintergrund für die Zukunft "gut gerüstet", meint Kuhnert.
© manager magazin online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH