Von Simon Hage
München/Hamburg - Eon
, RWE
und Co. haben mit Energie Cottbus einiges gemeinsam: Sie belegen den letzten Platz in ihrer Liga - und haben nicht besonders viele Fans. Auf der Rangliste der Kundenzufriedenheit ist die Stromversorgerbranche jedenfalls Schlusslicht - mit einer Durchschnittsnote von 2,73 auf einer Skala von eins (vollkommen zufrieden) bis fünf (unzufrieden). Damit sank der Zufriedenheitswert auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Das ergab die Studie "Kundenmonitor Deutschland" der Münchener Servicebarometer AG.
Zugleich sinkt die Loyalität der Kunden gegenüber ihren Stromversorgern. Gerade einmal 50 Prozent gaben an, ihrem Anbieter treu zu bleiben. Im vergangenen Jahr lag die Quote immerhin noch bei 58 Prozent. Besonders hart hatte diesen Trend zuletzt der Stromkonzern Vattenfall
"Die Wechselmöglichkeit ist beim Kunden präsenter als in der Vergangenheit", sagt Studienleiter Matthias Metje gegenüber manager-magazin.de. Nach der Öffnung des Strommarktes im Jahr 1998 traten zunächst nur wenige Konsumenten zu neuen Wettbewerbern über - dies scheint sich nun grundlegend zu wandeln.
Auch in vielen anderen Branchen haben sich die Machtverhältnisse zu Gunsten der Verbraucher verschoben - und diese machen von ihren Rechten gnadenlos Gebrauch: "Die Kunden sind offen", sagt Metje, "und schauen sich nach Alternativen um."
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