Düsseldorf - Zuvor hatte Arcandor
berichtet, fünf Finanzinvestoren hätten Interesse an Neckermann angemeldet. Versandvorstand Marc Sommer hatte gesagt, er rechne mit einem Verkaufserlös in dreistelliger Millionenhöhe. Falls der Verkauf doch noch scheitern sollte, will Arcandor einen Börsengang für Neckermann in Angriff nehmen.
Auch der geplante Verkauf des verbliebenen Anteils an den Warenhausimmobilien verlaufe planmäßig, betonte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Ein Investor biete sowohl für die Immobilienbeteiligung als auch für eine Beteiligung am operativen Geschäft der Warenhäuser, hieß es weiter.
Arcandor gab ebenfalls bekannt, dass der Konzern nach Übernahmezielen im deutschen Warenhausgeschäft Ausschau halten wolle. Der Konzern wolle bei der Marktkonsolidierung in Deutschland eine aktive Rolle spielen, hieß es in einer am Donnerstag bei einem Investorentag in Berlin vorgelegten Präsentation. Der Konzern sehe hier "große Synergiepotenziale".
In der Branche hatte es zuvor Gerüchte gegeben, Arcandor könnte ein Interesse an den Kaufhof-Warenhäusern des Metro-Konzerns
haben. Metro-Chef Eckhard Cordes hatte in einem Gespräch mit Aufsichtsräten dem Betriebsrat zufolge erklärt, für Metro-Sparten gebe es keine Bestandsgarantien, wenn sich diese nicht Wert steigernd entwickeln. Kaufhof wolle er aber zunächst wieder "auf Spur" bringen.
manager-magazin.de mit Material von reuters
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