Von Arne Stuhr
mm.de: Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft wagen. Was werden wir in 20 oder 30 Jahren unter Mobilität verstehen? Können Sie sich vorstellen, dass BMW einmal keine Autos mehr bauen wird?
Ganal: Abgesehen von wenigen Geisterfahrern haben eigentlich alle verstanden, dass die individuelle Mobilität ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft ist, nicht nur der deutschen, sondern weltweit. In einer pluralistischen Gesellschaft werden sie es daher nicht schaffen, die individuelle Mobilität zurückzudrängen. Diese individuelle Mobilität ist ein Wert an sich, und der lässt sich derzeit und wohl auch in absehbarer Zukunft am besten auf vier Rädern realisieren. Die Autoindustrie ist deshalb aufgefordert Lösungen anzubieten. Für die BMW Group heißt das: Wir stellen mit sozialverträglicher Spitzentechnologie weiter die Freude am Fahren sicher.
mm.de: Also kein Niedergang des Premiumsegments, weil es nicht mehr angesagt oder akzeptiert ist, Luxus zu zeigen?
Ganal: Definitiv nein! Auch der Wunsch nach Differenzierung ist ein Urtrieb des Menschen. Natürlich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich zu differenzieren. So können sie sich Millionen Euro teure alte Meister zu Hause an die Wand hängen, aber der Wunsch nach Differenzierung hat meistens auch eine Außenkomponente. Und das Auto ist einfach das ideale Medium, um seine Individualität und seinen Erfolg zu zeigen.
Letzteres ist in Westeuropa vielleicht nicht mehr die dominate Triebfeder, aber es gibt noch viele Teile auf dieser Erde, wo es ein wesentliches Momentum ist, seinen Erfolg auch zu zeigen. Das funktioniert natürlich nur, wenn Auto fahren gesellschaftlich akzeptiert ist. Und wir bieten unseren Kunden die technologischen Lösungen, die diese Akzeptanz sicherstellen.
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