Die Gegner der Teilprivatisierung der Deutschen Bahn äußerten ihren Protest am Samstag auf originelle Art und Weise. Eine besondere Rolle spielte dabei in etwa 30 großen Bahnhöfen Deutschlands das Plakat "183=13". Die ganze Aktion dauerte nur zwei Minuten.
Berlin - Mit viel Lärm haben im Berliner Hauptbahnhof und anderen Bahnhöfen am Samstag bundesweit Gegner der Teilprivatisierung der Deutschen Bahn protestiert. Zwei Minuten lang, von 11.55 bis 11.57 Uhr, schlugen sie auf Trommeln und Topfdeckel und machten mit einem Dudelsack Musik.
Sie hielten außerdem Plakate mit der Aufschrift "183=13" in die Höhe und zerrissen sie anschließend. Nach der kurzen Aktion verließen die Teilnehmer den Bahnhof.
Zu diesem sogenannten Flash Mob hatte das Bündnis "Bahn für alle" über das Internet und per SMS Menschen an bundesweit 30 großen Bahnhöfen - darunter auch Hamburg, Frankfurt und Köln - aufgerufen. Flash Mobs ("Flash" für "blitzartig", "Mob" für "Menschen-Menge") sind kurzzeitige Ansammlungen von Menschen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, die eine kollektive Handlung ausführen und dann wieder verschwinden.
Die Aufschrift "183=13" spielt nach Angaben des Bündnisses darauf an, dass die Bundesregierung die Bahn unter Wert privatisieren wolle. Den Initiatoren zufolge ist das Anlagevermögen des bundeseigenen Konzerns nach offiziellen Statistiken mit rund 183 Milliarden Euro zu veranschlagen.
Beim geplanten Teilverkauf werde es aber nach Bankeneinschätzung nur mit rund 13 Milliarden Euro taxiert. Die Hälfte der Anteile solle dann voraussichtlich lediglich 6,5 Milliarden Euro einbringen.
manager-magazin.de mit Material von dpa
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