New York - Der US-Finanzinvestor Blackstone
übernimmt das amerikanische Hilton-Hotelimperium
. Der Kaufpreis in bar beträgt 20,1 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet 14,8 Milliarden Euro). Blackstone zahlt für jede ausstehende Aktie 47,50 Dollar und damit eine saftige Prämie von 32 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag. Das Geschäft soll bis zum vierten Quartal über die Bühne gehen, wie Hilton mitteilte. Der Gesamtwert des Geschäfts einschließlich der Übernahme von Schulden liegt nach Angaben der beiden Unternehmen bei 26 Milliarden Dollar.
"Unser Verwaltungsrat kam zu dem Schluss, dass dieses Geschäft für unsere Aktionäre eine beträchtliche Prämie bringt", sagte Hilton-Vorstandschef Stephen Bollenbach. Hilton besitzt oder betreibt 2800 Hotels weltweit. Eines der bekanntesten davon ist das Waldorf-Astoria in New York. Blackstone ist bereits ein wichtiger Mitspieler im internationalen Hotelgeschäft; in den USA und Europa besitzt der Finanzinvestor über 100.000 Hotelzimmer.
Blackstone werde beträchtlich in Hilton investieren, sagte Jonathan Gray, einer der Blackstone-Spitzenmanager. Es seien im Zuge der Transaktion keine wichtigen Verkäufe vorgesehen. Blackstone habe für den Hilton-Kauf Finanzierungszusagen von Bear Stearns, Bank of America
, Deutsche Bank
, Morgan Stanley und Goldman Sachs
erhalten.
Gewerkschaftsvertreter zeigten sich zufrieden. Blackstone habe sich in der Vergangenheit als fairer Partner für abertausende Hotelmitarbeiter erwiesen, erklärte Gewerkschaftspräsident Bruce Raynor von der Organisation Unite Here.
Hilton ist eine der weltgrößten Hotelgruppen. Der Konzern kontrolliert 2800 Hotels mit 480 000 Zimmern in 76 Ländern und beschäftigt 100 000 Mitarbeiter. Hilton hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 8,2 Milliarden Dollar. Zu seinen Luxus-Hotelketten zählen unter anderem neben den Hilton Hotels auch Conrad Hotels and Resorts, Doubletree, Embassy Suites, Hampton Inn und die Waldorf- Astoria Collection.
Die Übernahme bedeutet auch einen Geldregen für Barron Hilton, den Großvater des Society-Sternchens Paris Hilton. Er besitzt nach Unternehmensangaben 5,3 Prozent der Hilton-Aktien und kontrolliert über eine Stiftung noch knapp 21 Millionen weitere Aktien. Alleine dieses Stiftungs-Paket brächte Barron Hilton somit knapp eine Milliarde Dollar ein.
Der Finanzinvestor Blackstone war vor knapp zwei Wochen an die New Yorker Börse gegangen und hatte dabei einen glänzenden Start mit einem Kursanstieg von knapp 20 Prozent kurz nach Handelsbeginn hingelegt. Es war der größte Börsengang in den USA seit fünf Jahren. In Deutschland ist Blackstone vor allem als Telekom-Großaktionär bekannt.
manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa und reuters
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