Von Michael Freitag und Martin Noé
Hamburg - BMW
erwägt, künftig Motoren aus seiner Produktion auch an andere Automobilhersteller zu verkaufen. Über dieses Geheimprojekt, das unter dem neuen Vorstandschef Norbert Reithofer (50) vorangetrieben wird, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (25. Mai) am Kiosk erhältlich ist. Reithofer sieht in dem Motorenverkauf eine Möglichkeit, dem Konzern neue Erlösquellen zu erschließen.
Das Motorenprojekt ist nach Informationen von manager magazin Teil des sogenannten "Strategieprozess 2018", an dem der Vorstand des Münchener Premiumproduzenten arbeite. Für diese grundlegende Neuorientierung des Automobilherstellers würden zehn mögliche neue Geschäftsfelder auf ihr Potenzial untersucht.
"Wir schließen derzeit nichts aus", sagte Reithofer dazu dem manager magazin. Bis zum Sommer solle die Entscheidung über die Projekte fallen, heißt es aus dem Unternehmen.
BMW war in den vergangenen Jahren die erfolgreichste unter den deutschen Premiummarken. Allerdings ist die Umsatzrendite seit dem Jahr 2000 von 9,7 auf zuletzt 6,3 Prozent gefallen. "Damit", sagte der Betriebsratsvorsitzende Manfred Schoch, "kann BMW nicht zufrieden sein."
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