Von Henrik Müller
Abu Dhabi - Die Pläne der Staaten des Golf-Kooperationsrats (GCC) - dazu gehören die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sowie Saudi-Arabien, Kuwait, Qatar, Bahrein und Oman - eine gemeinsame Währung zu schaffen, sind unter Druck geraten. Kuwaits Notenbank hat kürzlich die Bindung an den Dollar aufgehoben.
Der Regierungschef der VAE, Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum von Dubai, hat diese Woche angekündigt, man wolle die Auswirkungen einer Währungsunion auf die heimische Volkswirtschaft noch einmal gründlich analysieren. Offenkundig liegt das Projekt, das ursprünglich 2010 starten sollte, derzeit auf Eis.
Da die GCC zu den wichtigsten Kapitalexporteuren der Welt gehören, haben währungspolitische Entscheidungen am Golf weitreichende weltwirtschaftliche Bedeutung. Im Interview mit manager-magazin.de sagt der Gouverneur der VAE-Notenbank eine Abkehr der Welt vom Dollar voraus und prophezeit - "Bis 2015 wird der Euro die wichtigste Währung der Welt sein."
Wie die Herrscher über Öl, Gas und Geld heimliche Weltimperien aufbauen - lesen Sie mehr im aktuellen manager magazin 06/2007 ab Seite 118.
InhaltSuweidi: Wir prüfen die Bindung an den Dollar von Zeit zu Zeit. Und wir stellen fest, dass wir 70 Prozent unseres Außenhandels in Dollar oder in Währungen, die ihrerseits an den Dollar gebunden sind, abwickeln ...
mm.de: ... vor allem die asiatischen Währungen ...
Suweidi: Also, was sollen wir tun? Normalerweise bindet man seine Währung an dasjenige Geld, das im Außenhandel dominiert. Bislang ist das für uns der US-Dollar. Wir sind gut damit gefahren. Aber natürlich: Nichts ist endgültig oder ewig. Wir werden die Wechselbindung immer wieder überprüfen. Unsere Dollar-Bindung ist nicht unberührbar.
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