Hohe Benzinpreise und geringere Kauflust haben den meisten Autobauern in den USA einen Absatzrückgang beschert. Von den großen Herstellern konnten nur DaimlerChrysler, BMW und Audi ihre Verkaufszahlen steigern. Verlierer waren Ford und GM. Auch Toyota musste ein Absatzminus hinnehmen.
New York - Die schwächere US-Wirtschaft und hohe Benzinpreise haben den meisten Automobilherstellern in den USA eine Absatzflaute beschert. Insgesamt fielen die Verkäufe im größten Fahrzeugmarkt der Welt im April auf annualisiert 16,27 Millionen Automobile von 16,69 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie das Marktforschungsunternehmen Autodata Corp am Dienstag mitteilte.
Von den großen Herstellern konnten nur DaimlerChrysler
Beobachter verwiesen darauf, dass der April in diesem Jahr zwei Verkaufstage weniger als im Vorjahr gehabt habe, so dass entsprechend weniger Fahrzeuge verkauft werden konnten.
Ein Grund für den Rückgang war den Angaben zufolge aber auch, dass einige Hersteller weniger Fahrzeuge an Flottenbetreiber verkauften. Der schwache US-Immobilienmarkt und ein geringeres Verbrauchervertrauen hätten ebenso belastet.
Die größten Rückgänge bei den US-Herstellern verzeichnete Ford, dessen Absatz um 13 Prozent auf 228.623 Fahrzeuge fiel. Die Verkaufszahlen seien schwächer als erwartet ausgefallen, teilte Ford mit. Für den angestrebten Turnaround des Konzerns sei dies aber nur eine kleine Belastung.
General Motors verzeichnete im April einen Absatzverlust von 9,5 Prozent auf 307.554 Fahrzeuge. Dagegen konnte der dritte große US-Hersteller, die Chrysler Group, die Verkaufszahlen um 2 Prozent auf 193.104 Stück steigern, so dass der gesamte DaimlerChrysler-Konzern auf ein Plus von 1 Prozent kam. Die Daimler-Sparte Mercedes-Benz hatte im April mit 20.895 Fahrzeugen 2 Prozent weniger verkauft.
Auch Toyota mit Absatzminus
Auch Volkswagen
musste im April auf dem wichtigen US-Markt erneut einen Absatzrückgang verzeichnen. Die Verkäufe der Marke VW sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7 Prozent auf 19.086 Fahrzeuge. Rückläufig war vor allem der Absatz der beiden wichtigsten VW-Modelle in den USA, Jetta und Passat. Seit Jahresbeginn ist der VW-Absatz in den USA damit um 6 Prozent zurückgegangen. Porsche
verkaufte 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Neben Chrysler waren die einzigen Unternehmen mit einem Absatzzuwachs Audi und BMW. Audi setze im April mit 8106 Fahrzeugen 9,4 Prozent mehr ab als im Vorjahreszeitraum. Besonders gut habe sich dabei das A4-Cabrio verkauft. Zudem seien die Modelle TT Coupe und Roadster der Baureihe 2008 bei den Händlern eingetroffen. Bei BMW lag das Absatzplus bei 0,5 Prozent.
manager-magazin.de mit Material von dow-jones und dpa
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