Piratenjäger im Einsatz
Um ihr geistiges Eigentum, das wertvollste Assett und somit das entscheidende Kapital besser zu schützen, setzen viele Unternehmen mittlerweile "Piratenjäger" ein.
Das sind kleine Teams aus Juristen und Produktkennern, die beispielsweise auf internationalen Messen nach Verdächtigem suchen. "Wir sehen von der Spitze des Eisbergs nur die Spitze", sagte allerdings Mona Hadi Salih, die für die deutsche Schaeffler-Gruppe nach Plagiaten fahndet, gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Der VDMA hat auf seiner Webpage eine Aktion gestartet, in der Verbandsmitglieder in einem für sie reservierten Bereich ihre Erfahrungen mit Plagiaten schildern können. Den Rahmen dafür gibt die Aktion mit dem sperrigen Titel "Pro Original, Choose the Original - Choose Success" ab, die auf der Hannover-Messe gestartet wurde.
Allerdings dürfte es der Initiative wohl gelingen, das Bewusstsein hierzulande für das Problem zu schärfen. Schwerlich vorstellbar ist, dass sie der Plagiate-Flut tatsächlich wirksam Einhalt gebietet, zumal ja viele Kunden gar nicht wissen, dass sie kopierte Waren erworben haben. Moderne Techniken, die Originale mit Echheitszertifikaten und untrüglichen Nachweisen ausstatten sollen, werden von den Kopierern oft ebenso schnell geknackt wie die Produkte selbst.
Der Fall "MAN versus Zonda" könnte allerdings bereits heute als Zeichen für einen Richtungswechsel auf dem chinesischen Plagiatemarkt wirken: So leicht wie früher will es die heimische Justiz den Patenteverletzern künftig offenbar nicht mehr machen.
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