Donnerstag, 9. Februar 2012, 11:48 Uhr

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29.03.2007
 

Opel

GM droht mit weiterem Jobabbau

Zwei Jahre nach dem massiven Stellenabbau in Europa hat der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) erneut mit der Streichung von Arbeitsplätzen gedroht. Grund ist die gestiegene Produktivität.

Dudenhofen - Bei den Marken Opel, Saab und Vauxhall könnten in den nächsten Jahren Jobs überflüssig werden, sagte GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster am Donnerstag im Opel-Testzentrum Dudenhofen bei Frankfurt. Grund dafür sei, dass die Produktivität der Werke in einem stagnierenden Markt jedes Jahr um drei bis vier Prozent wachse.

Opel Astra: "Alles hängt davon ab, wo der Bestseller gebaut wird"
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Opel Astra: "Alles hängt davon ab, wo der Bestseller gebaut wird"

Alles werde davon abhängen, an welchen Standorten die neue Generation des Bestsellers Astra ab 2010 gebaut werde. "In einigen Werken könnte es sein, dass Leute entlassen werden. Wir wissen aber nicht, wo und wie viele Stellen", sagte Forster. "Die extreme Lösung wäre eine Werksschließung."

Der Kompaktwagen Astra ist das meistverkaufte Opel-Modell. Um die Produktion der neuen Astra-Generation ab 2010 bewerben sich fünf Werke. Dazu gehören Bochum, Antwerpen (Belgien), Ellesmere Port (England), Gliwice (Polen) und das Saab-Werk in Trollhättan.

Betriebsrat erwartet Einigung bis Sommerpause

Forster strebt nach eigenen Worten eine Entscheidung über die Verteilung der Astra-Produktion bis Jahresende an. Der Betriebsrat erwartet bereits nach der Sommerpause eine Einigung. "Wir sind in der ersten Phase der Verhandlungen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz in Dudenhofen. Die Gespräche zwischen Management und Arbeitnehmern hatten vor zwei Wochen begonnen.

Franz warnte GM vor der angedrohten Schließung eines Werkes. "Ich habe alle Befürchtungen dieser Welt. Wenn ein Werk geschlossen wird, würde das Verlierer auf beiden Seiten bedeuten."

GM hat zur Sanierung seines defizitären Europageschäfts seit 2005 mehr als 12 000 Stellen abgebaut und beschäftigt derzeit noch 60.000 Mitarbeiter in Europa. Das Sparprogramm hatte Erfolg: Opel war im vergangenen Jahr erstmals seit sieben Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. GM-Europa hatte einen Nettogewinn von 227 Millionen Dollar (172 Millionen Euro) erzielt. Um Kosten zu sparen, hatte GM Ende 2006 das portugiesische Opel-Werk in Azambuja mit 1100 Mitarbeitern geschlossen.

Forster kündigte an, dass die Marke Opel künftig mehr gepflegt werde. "Bei Opel fehlten wichtige Modelle und moderne Dieselmotoren, die Designsprache war unklar", sagte Forster rückblickend. Ziel sei es, jüngere Kunden anzusprechen und an die Tradition von "Opel der Zuverlässige" anzuknüpfen. In der aktuellen Klimadebatte sei Opel als deutscher Marktführer bei Fahrzeugen mit Erd- und Bio-Gasantrieb gut positioniert.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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