Freitag, 10. Februar 2012, 04:59 Uhr

manager magazin



27.02.2007
 

Akademikermangel

"Wir verschlafen den Bildungsboom"

Von Henrik Müller

8. Teil: "Deutsche Rechnung geht nicht auf"

mm.de: Wo steht Deutschland in diesem Vergleich?

Schleicher: Ich würde es das Modell C nennen, Deutschland und Frankreich. Da sagt man: Bildung ist uns unglaublich wichtig, aber wir haben leider kein Geld. Und wir erlauben auch nicht, dass die private Seite sich maßgeblich an der Finanzierung beteiligt.

  "Die Studiengebühren werden per Gesetz so niedrig gehalten, dass sie das Hochschulangebot nicht verbessern, aber doch so hoch, dass sie noch mehr junge Leute vom Studium abhalten. Diese Rechnung geht nicht auf."
Zur Großansicht
Natalie Becker / 3cimages.de

"Die Studiengebühren werden per Gesetz so niedrig gehalten, dass sie das Hochschulangebot nicht verbessern, aber doch so hoch, dass sie noch mehr junge Leute vom Studium abhalten. Diese Rechnung geht nicht auf."

Es ist schon grotesk, wenn man sich die Studiengebührenregelungen in Deutschland anschaut: Die Beträge werden per Gesetz so niedrig gehalten, dass sie das Hochschulangebot nicht verbessern, aber doch so hoch, dass sie noch mehr junge Leute vom Studium abhalten. Die Rechnung von Modell C geht nicht auf.

mm.de: Woran sollten wir uns orientieren? Mehr oder weniger Staat in der Studienfinanzierung?

Schleicher: Man sollte ideologiefrei an diese Frage herangehen. Man kann sich am staatsfinanzierten Modell A oder am maßgeblich privat finanzierten Modell B orientieren. Beides funktioniert. Klar ist aber, dass Deutschland zu wenig in Bildung investiert, gerade auch in die Hochschulen. Das ist ein großes Versäumnis, denn wer an den Kindern spart, der wird in Zukunft verarmen.

mm.de: Muss die Wirtschaft mehr Geld in die Bildung stecken?

Schleicher: Die deutschen Unternehmen investieren ja schon viel in die betriebliche Ausbildung von Lehrlingen. Da ist Deutschland führend. Aber wie gesagt, dieses Ausbildungsmodell bedient einen immer kleineren Teil der Wirtschaft. Wichtig wäre, dass die Unternehmen sich direkt an den Spitzenqualifikationen beteiligen. Da kann man heute die größten Erträge einfahren.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben