Von Henrik Müller
mm.de: Müssten wir mehr in die Köpfe investieren? Ist es damit getan, mehr Geld für Bildung auszugeben?
Der Mangel an Hochqualifizierten wird immer mehr zur Investitionsbremse. Staat und Unternehmen müssen dringend umsteuern. Lesen Sie mehr im manager magazin 03/2007 ab Seite 94.
InhaltSehen Sie: Pro Schüler wird im Primar- und Sekundarbereich I relativ wenig ausgegeben. Von diesen knappen Mitteln werden aber überdurchschnittliche Lehrergehälter bezahlt, so dass relativ wenig Lehrer beschäftigt werden, die Unterrichtszeiten gerade in den ersten Schuljahren wesentlicher kürzer sind als anderswo und die Sachaufwendungen kompensiert werden.
All das schafft ungünstige Lernvoraussetzungen. Diese Knappheit an Geldern setzt sich später fort: An den Hochschulen wird pro Studierendem nur halb so viel ausgegeben wie in den USA. Auffallend ist auch, dass die Bildungsausgaben in Deutschland in wesentlich geringerem Maße gestiegen sind als in den meisten OECD-Staaten. So steht bei den Hochschulen in Deutschland ein Anstieg der Bildungsausgaben von 14 Prozent einem mittleren Anstieg von 46 Prozent in den OECD-Staaten gegenüber.
mm.de: Wir verschlafen den Bildungsboom?
In vielen Staaten kann man von einem Paradigmenwechsel sprechen, von der traditionellen Ausbildung, die darauf abzielt, den gegenwärtigen Qualifikationsbedarf des Arbeitsmarkts abzudecken, hin zur Investition in die weiterführende Bildung junger Menschen, um diese zu befähigen, den wirtschaftlichen und sozialen Wandel der Gesellschaft aktiv zu gestalten.
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