23.02.2007
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IEP-Manager-Studie

Die Deutschen und der Tunnelblick

Von Kai Lange

6. Teil: Das beste Bildungssystem

Ausbildung: Spitzenreiter USA

Die Skepsis der deutschen Manager gegenüber ihrem eigenen Bildungssystem sowie ihr sehnsuchtsvoller Blick ins Ausland manifestiert sich auch im Länderranking: Das Bildungssystem in den USA ist für knapp 40 Prozent der befragten Top Executives das beste der Welt.

Bildung als Zukunftsfaktor: USA liegen vorn
[M] DDP; mm.de

Bildung als Zukunftsfaktor: USA liegen vorn

Gründe dafür sind laut Angaben der Befragten die "exzellenten Universitäten", die "Förderung des Wettbewerbsgeistes" sowie die "enge Verbindung von Theorie und Praxis". Das britische Bildungssystem gilt zumindest noch für jeden fünften Manager als vorbildlich, weil es Studenten sehr viel früher als in anderen Ländern auf den Eintritt in den Beruf vorbereitet.

Weit abgeschlagen mit nur 9 Prozent der Nennungen rangieren das deutsche und französische Bildungssystem, das zumindest innerhalb Frankreichs einen hohen Stellenwert genießt. Zu den Vorzügen des deutschen Bildungssystems fällt den meisten Befragten vor allem ein, dass es für alle zugänglich sei, während die französische Ausbildung auch solide, methodische wie philosophische Grundlagen vermittle. Die skandinavischen Länder überzeugen durch ihr gutes Abschneiden im Pisa-Test.

Keine andere der befragten Nationalitäten sieht das jeweils heimische Bildungssystem so kritisch wie die Deutschen: Nur 17 Prozent der deutschen Befragten gaben an, sie seien mit den Leistungen von Schulen und Hochschulen insgesamt zufrieden. Den größten Reformbedarf sehen deutsche Führungskräfte bei den Schulen: 80 Prozent kritisieren die Motivation der Lehrer, 53 Prozent deren Qualifikation.

Folgerichtig wünscht sich nur eine Minderheit der deutschen Topmanager für die eigenen Kinder eine Ausbildung in Deutschland. Nur 40 Prozent präferieren den Besuch einer deutschen Schule, nur 17 Prozent einer hiesigen Universität für ihren Nachwuchs. Die attraktivsten Unis gibt es aus Sicht aller Befragten nach wie vor in den USA.

Die Studie
Die Studie "International Executive Panel 2007" erhalten Sie hier zum Download.

Der Kontakt
Egon Zehnder International
Corporate Communications
Rheinallee 97
40545 Düsseldorf
www.egonzehnder.de
Auf einen MBA oder auf Berufserfahrung im Ausland allein sollte man sich jedoch nicht verlassen: "Entscheidend ist, wie sich die Führungskraft in den ersten Jahren im Berufsalltag entwickelt und wie sie sich in kritischen Situationen bewährt hat", sagt Johannes von Schmettow, Partner bei Egon Zehnder, im Interview mit manager-magazin.de. "Das ist unabhängig vom Einsatzort".

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