Von Kai Lange
Ausbildung: Spitzenreiter USA
Die Skepsis der deutschen Manager gegenüber ihrem eigenen Bildungssystem sowie ihr sehnsuchtsvoller Blick ins Ausland manifestiert sich auch im Länderranking: Das Bildungssystem in den USA ist für knapp 40 Prozent der befragten Top Executives das beste der Welt.
Bildung als Zukunftsfaktor: USA liegen vorn
Weit abgeschlagen mit nur 9 Prozent der Nennungen rangieren das deutsche und französische Bildungssystem, das zumindest innerhalb Frankreichs einen hohen Stellenwert genießt. Zu den Vorzügen des deutschen Bildungssystems fällt den meisten Befragten vor allem ein, dass es für alle zugänglich sei, während die französische Ausbildung auch solide, methodische wie philosophische Grundlagen vermittle. Die skandinavischen Länder überzeugen durch ihr gutes Abschneiden im Pisa-Test.
Keine andere der befragten Nationalitäten sieht das jeweils heimische Bildungssystem so kritisch wie die Deutschen: Nur 17 Prozent der deutschen Befragten gaben an, sie seien mit den Leistungen von Schulen und Hochschulen insgesamt zufrieden. Den größten Reformbedarf sehen deutsche Führungskräfte bei den Schulen: 80 Prozent kritisieren die Motivation der Lehrer, 53 Prozent deren Qualifikation.
Folgerichtig wünscht sich nur eine Minderheit der deutschen Topmanager für die eigenen Kinder eine Ausbildung in Deutschland. Nur 40 Prozent präferieren den Besuch einer deutschen Schule, nur 17 Prozent einer hiesigen Universität für ihren Nachwuchs. Die attraktivsten Unis gibt es aus Sicht aller Befragten nach wie vor in den USA.
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