Benutzername: DerDaniel
Beitrag: Es ist doch paradox: Auf der einen Seite heulte ganz Deutschland knapp 5 Jahre lang, dass hier keine Investitionen in potentiell renditeträchtige Unternehmen getätigt werden. Auf der anderen Seite füllen ausländische Investmentfonds nun diese Lücke und spülen frisches Geld nach Deutschland. Das ist aber auch nicht erwünscht, weil die ja nur Herzlose Menschenfresser sind.
Also was nun? Sollten wir uns nicht gerade darüber freuen, dass der Investitionsstandort Deutschland wieder attraktiv wird? Die ökonomische Realität ist anscheinend immer noch nicht in die Hirne der Bevölkerung vorgedrungen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ein Fond als Heuschrecke verunglimpft wird, der durch seine "Gewinngier" mit dazu beiträgt, das Unternehmen auch langfristig so rentabel zu machen, wie es im internationalen Wettbewerb nötig ist.
Benutzername: peppi
Beitrag: Wer in einer sich im Fluß befindlichen Welt stehenbleibt, wird überrannt. Das ist unvermeidlich und läßt sich durch keine Meinung und keine Politik ändern. Allerdings gibt es Probleme, die in Deutschland (und Europa) hausgemacht sind und die zur Problemlage überhaupt erst beitragen - und die änderbar sind:
a) Der Dollar wird sehr stark überbewertet. In der Bewertung des Dollars sind wir frei. Wir müssen - außer für Ölkäufe - keine Dollars kaufen. Erst dadurch, daß wir vielzuviel für den Dollar bezahlen, können Investments in diesen Ausmaßen aus dem Dollarraum getätigt werden. Also: Dollar realistisch viel niedriger bewerten.
b) Würden wir in Deutschland für unsere Rente sparen anstatt Unsummen in eine staatliche Einheitsrente verpulvern, die die zwangsweise bezogenen Gelder sofort (!) wieder ausgibt, wären deutsche Sparer und deren Agenten ebenfalls Investoren. Also: Gesetzliche Rente sofort abschaffen und auf Privatrenten umstellen.
c) Den Stimmungsumschwung schaffen: Mit Neidkomplexen und weiterer gewalttätiger Umverteilung reiten wir uns alle nur noch weiter in den Schlamassel. Es gilt anzuerkennen, daß ohne Leistung kein Erfolg möglich ist, ohne Sparen kein Kapitalstock gebildet werden kann und ohne Kapitalstock keine Investitionen geschultert werden können - und ohne Investitionen kann niemand seine Situation verbessern. Also: Denk- und Fühlblockaden erkennen und abschaffen und durch eine logische Betrachtung der Welt ersetzen, die Einfluß auf unser Handeln nimmt.
Es ist also nicht die Existenz der Raider an sich, die problematisch ist, sondern diese wird erst deshalb für uns zum Problem, weil andere Dinge im Lande nicht mehr stimmen. Und das läßt sich ändern.
Benutzername: Erich
Beitrag: Private-Equity-Investoren haben mindestens drei Nachteile: Sie sind in der Regel gut betucht, verstehen die kulturellen Feinheiten ihres Gastlandes nicht und setzen unpopuläre Maßnahmen um.
Andererseits darf man aber nicht übersehen, dass es dann nur noch um shareholder value geht, geoutsourced wird, Arbeitsplätze verloren gehen, Produktionsstätten ins billigere Ausland abwandern, kurz also, mehr Geld für die Aktionäre und (neuen) Vorstände und mehr Arbeitslose, die dem Staat dann wiederum das Geld von den Konten saugen und somit für eventuell wichtigere Vorhaben fehlen.
Benutzername: Werden unsere Unternehmen überrollt
Beitrag: In der Tat war es zu Zeiten der Deutschland AG ruhig in Deutschlands Unternehmen. Nur die Linken haben gegen die Deutschland AG agitiert. Inzwischen sehnen sich viele wieder diese Zeiten zurück.
Es wäre sicherlich sinnvoll gegen Auswüchse des derzeitigen Kapitalismus einzuschreiten. Was derzeit abläuft, ist im Grunde genommen, Wegelagererei mit modernen Mitteln. Letztendlich werden die Unternehmen ausgeraubt, mit den Methoden Unternehmen auf Kredit zu kaufen und diese Kredite den Unternehmen aufzuladen. Noch schlimmer kommt es, wenn weitere Kredite für die gekaufte Firma aufgenommen werden um diese Gelder an die Aktionäre auszubezahlen.
Benutzername: organon24
Beitrag: "Was bedeutet der neue Investorenkapitalismus für unsere Wirtschaft?" Ihre Antwort, kurzfristige Renditemaximierung, ohne Rücksicht auf das langfristige Wohl der Unternehmen, trifft die Causa und legt sie offen. Antwort auf die Frage, wie kann hier wirksam gegengesteuert werden? Dem Hedgefonds freundlichen US-Aktiengesetz ist ein Hedgefonds (unfreundliches) Deutsches Aktiengesetz entgegenzustellen:
1. Aktien, die Kapitalsammelstellen in Fonds von deutschen Kapitalgesellschaften verwalten, sind in Weisungs- und Stimmrecht zu begrenzen und dürfen maximal nur die Rechte einer Minderheitsbeteiligung ausüben.
2. Der Stimmrechtsüberhang ist an den zugehörigen Belegschaftsaktien Fonds entschädigungslos abzutreten.
3. Fondsverwaltungen sind durch die Kapitalgesellschaft auf ihr eingeschränktes Stimm- und Weisungsrecht hinzuweisen.
Benutzername: rebell
Beitrag: Ich selbst war 24 Jahre Grohe-Mitarbeiter. Nach 24 Jahren wurde ich und weitere 999 Kollegen gefeuert. Da TPG den Hals nich voll bekommen konnte. Selbst 20% Gewinn reichten nicht aus. Wo war Platzeck, sicher hat er irgendwo einen Kindergarten eröffnet, in Herzberg war er jedenfalls nicht, dieses Werk wurde komplett geschlossen. Wenn ich heute Beck und wie sie alle heißen, reden höre bleibt mir nur eins - abschalten.
Fazit: Kaufen Sie keine Grohe-Armaturen, auch andere Mütter haben schöne Töchter (Ideal-Standard, Hans Grohe, Dornbracht etc.) Kaufen Sie bitte keine Armaturen von Friedrich Grohe. Mästen Sie keine Heuschrecke, sondern kaufen Sie dort wo Arbeitsplätze entstehen.
Benutzername: Aline
Beitrag: Es ist nur schlimm das die Unternehmen mit lauter Luft gekauft werden. Der Dollar hat nichts mehr mit Geld zu tun, genau so wenig wie jede andere durch nichts gedeckte Pappierschuldscheinwährung. Nur das der Dollar unendlich gedruckt oder im PC als Buchgeld geschaffen wird, obwohl die amerikanische Wirtschaft längst dieses Papier nicht mehr decken kann. Das Papier wird aus dem Nichts gedruckt, die Erstbezieher bekommen diese durch nichts gedeckten Schuldscheine zu lächerlichen Zinsen. Diese Zinsen bezahlt natürlich auch das übernommene Unternehmen. Somit können diese Kriminellen aus nichts gigantische Sachwerte anhäufen und unsere sog. Volksvertreter jubeln ihnen noch zu. Ist das Volk wirklich nicht mehr in der Lage zu denken. Die vereinten Mainstreammedien unterlassen ebenfalls nichts diesen Sachverhalt aufzuklären.
Wenn Geld wieder an eine tatsächlich vorhandene Ware gebunden wäre, gebe es diesen Betrug nicht, denn dann müsste erst ein Wert geschaffen werden um diesen geschaffenen Wert in einen anderen zu tauschen. In der festen Gewissheit das mein Beitrag garantiert nicht veröffentlicht wird tröste ich mich mit den Gedanken das die Zahl derer die diese verbrecherische Papiergeldsystem durchschauen immer größer wird und das auch ohne Massenmedien.
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