Frankfurt am Main - Der Deutschen Bank
drohen in Spanien einem Bericht des "Wall Street Journal Europe" zufolge Sanktionen wegen Unregelmäßigkeiten beim Verkauf eines Aktienpakets des Nahrungsmittelkonzerns Ebro Puleva vor mehr als drei Jahren.
Die Madrider Börsenaufsicht CNMV wolle dem Finanzministerium vorschlagen, die Bank dafür zu bestrafen, dass sie einige Investoren vorab über Details der Transaktion informiert habe, berichtete das Blatt am Donnerstag. Die deutsche Großbank hatte im Auftrag von Südzucker
Noch vor der offiziellen Ankündigung seien Fondsinvestoren über Einzelheiten informiert worden, ohne sicherzustellen, dass diese die Aktien nicht auch handeln könnten. Eine Sprecherin der CNMV habe zu den laufenden Ermittlungen keine Stellung nehmen wollen. Auch die Deutsche Bank wollte den Bericht nicht kommentieren.
Dem Zeitungsbericht zufolge will die Bank gegen die möglichen Sanktionen vorgehen. Eine Strafe gegen die Deutsche Bank könnte das Fünffache ihres Bruttogewinns aus der Transaktion erreichen. Mit der Angelegenheit vertrauten Personen zufolge erwägt die Börsenaufsicht aber auch, die Londoner Tochter der Deutschen Bank von Kapitalmarkttransaktionen in Spanien auszuschließen.
Die Deutsche Bank war in den vergangenen Monaten in mehreren Ländern wegen ihrer Praktiken im Aktienhandel in die Kritik von Behörden geraten. Die Bank hatte erklärt, sie habe ihre Abläufe 2005 neu geregelt und die Aufgaben strikter getrennt.
manager-magazin.de mit material von reuters
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