T-Systems-Mitarbeiter bekommen 3 Prozent mehr
Die bereits laufende Reduzierung um 32.000 Mitarbeiter bis zum Jahr 2008 sei von den neuen Plänen nicht betroffen. "Sie wird wie geplant umgesetzt. Über 2008 hinaus ist kein weiteres Personalabbauprogramm geplant." Gleichwohl werde es auch nach 2008 über natürliche Fluktuation zur Personalreduzierung kommen, ergänzte der Personalvorstand. Derzeit beschäftigt die Deutsche Telekom im Inland rund 170.000 Mitarbeiter. In der Vergangenheit baute die Telekom im Durchschnitt rund 10.000 Arbeitsplätze jährlich ab.
Die Maßnahmen könnten zum Ziel von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke beitragen, die Telekom bis 2010 zu Europas ertragreichstem Unternehmen der Branche zu trimmen. Ricke hatte diese Strategie Anfang September ausgerufen und damit gleichzeitig um die Verlängerung seines Vertrags geworben, der im November 2007 ausläuft. Üblich sind Signale in Richtung Verlängerung spätestens ein Jahr zuvor. Medienberichten zufolge beläuft sich das Sparpaket von Ricke auf insgesamt gut fünf Milliarden Euro. Experten sehen Möglichkeiten zur Kostensenkung vor allem beim Personal. Einige sind der Ansicht, dass die T-Com auch mit rund der Hälfte der noch 110.000 Mitarbeiter betrieben werden kann.
Wie darüber hinaus am Dienstagabend bekannt wurde, haben die Deutsche Telekom
und die Gewerkschaft Verdi den Tarifkonflikt über die Geschäftskundensparte T-Systems beigelegt. Die 40.000 Tarifmitarbeiter der Telekom-Tochter sollen zum April kommenden Jahres eine Einkommenserhöhung von 3 Prozent erhalten, wie ein Gewerkschaftssprecher am Dienstag in Berlin sagte. Zudem erhalten die Mitarbeiter eine Einmalzahlung zwischen 300 und 350 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten. Der Einigung muss noch die Tarifkommission von Verdi zustimmen. Die Gewerkschaft hatte 6 Prozent höhere Einkommen verlangt.
Die Tarifparteien vereinbarten zudem, eine Verkürzung der Arbeitszeiten einem Stellenabbau vorzuziehen. Die Telekom will in ihrer Geschäftskundensparte T-Systems zusätzliche 1600 Arbeitsplätze streichen und setzt dabei auch auf Vorruhestandsregelung für Beamte. Betroffen von den Einschnitten ist vor allem der Bereich "Business Services", der mittelständische Unternehmen mit IT- und Telekomdienstleistungen versorgt. Vor einigen Monaten hatte die Telekom-Tochter bereits den Abbau von 5500 Arbeitsplätzen bekannt gegeben.
manager-magazin.de mit Material von ap, ddp und reuters
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