06.10.2006
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Sportartikel

Robin Schuh neckt Nike & Co.

Von Eva-Maria Simon

2. Teil: Erstligisten setzen auf ihr Image

Erstligisten setzen auf ihr Image

Die großen Hersteller in Deutschland bemühen sich, den Ball flach zu halten. "Das ist ja nicht der erste günstige Schuh, der auf dem Markt ist", sagt Olaf Markhoff, Konzernsprecher von Nike in Deutschland – und weist gleich darauf hin, dass "auch Nike zu günstigen Preispunkten entsprechende Produkte anbietet."

Bunter Sportschuh: Auf die Marke kommt es an
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DPA

Bunter Sportschuh: Auf die Marke kommt es an

Die Sport-Platzhirsche im mittelfränkischen Herzogenaurach scheinen ebenfalls keine Angst vor der Billigkonkurrenz zu haben. Puma Chart zeigen und Adidas Chart zeigen verlassen sich auf ihr Markenimage, das sie mit Werbeausgaben in Höhe von knapp 15 Prozent des Umsatzes pflegen. Die Namen von beliebten Sportlern spielen dabei auch in Europa eine wichtige Rolle. Einen Glücksgriff machte in diesem Jahr Puma – die italienische Fußball-Nationalmannschaft schoss ihre Weltmeistertore mit Schuhen des deutschen Herstellers. Puma verwies auf Anfrage von manager-magazin.de auf seine Qualitätsstandards. Bei Adidas glaubt man nicht, dass der Starbury mit den gestreiften Markenschuhen mithalten kann: "Ein hochwertiger Schuh ist für diesen Preis nicht zu haben", betont Unternehmenssprecher Jan Runau.

Ein Riss im Markt

Während sich die Großen auf ihren Markenlorbeeren ausruhen, sind ihnen auch in Deutschland Ketten wie Deichmann mit günstigen Angeboten auf den Fersen. Sie bedrohen jedoch stärker Handelsmarken im mittleren Preissegment, so die Einschätzung von Uwe Weinreich, Analyst bei der Hypo Vereinsbank.

Die großen Marken seien weniger bedroht, weil sie meist nur in gehobenen Sportgeschäften verkauft würden. "Kein Premiumhersteller möchte seine Schuhe im Regal neben einem No-Name-Produkt sehen", so Weinreich. Es sei allerdings vorstellbar, dass Kunden verstärkt in Discountläden einkaufen. "In Deutschland gibt es eine starke Segmentierung des Marktes in Richtung der Ränder", erklärt Weinreich.

In Zukunft werden also wohl manche Kunden nur noch Billigprodukte kaufen und andere nur nach den teuren Marken greifen. Diese strenge Aufteilung nach Geldbeutel dürfte nicht im Sinne von Stephon Marbury und seiner Robin-Hood-Kampagne sein.

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