Von Eva-Maria Simon
Erstligisten setzen auf ihr Image
Die großen Hersteller in Deutschland bemühen sich, den Ball flach zu halten. "Das ist ja nicht der erste günstige Schuh, der auf dem Markt ist", sagt Olaf Markhoff, Konzernsprecher von Nike in Deutschland – und weist gleich darauf hin, dass "auch Nike zu günstigen Preispunkten entsprechende Produkte anbietet."
Die Sport-Platzhirsche im mittelfränkischen Herzogenaurach scheinen ebenfalls keine Angst vor der Billigkonkurrenz zu haben. Puma
Ein Riss im Markt
Während sich die Großen auf ihren Markenlorbeeren ausruhen, sind ihnen auch in Deutschland Ketten wie Deichmann mit günstigen Angeboten auf den Fersen. Sie bedrohen jedoch stärker Handelsmarken im mittleren Preissegment, so die Einschätzung von Uwe Weinreich, Analyst bei der Hypo Vereinsbank.
Die großen Marken seien weniger bedroht, weil sie meist nur in gehobenen Sportgeschäften verkauft würden. "Kein Premiumhersteller möchte seine Schuhe im Regal neben einem No-Name-Produkt sehen", so Weinreich. Es sei allerdings vorstellbar, dass Kunden verstärkt in Discountläden einkaufen. "In Deutschland gibt es eine starke Segmentierung des Marktes in Richtung der Ränder", erklärt Weinreich.
In Zukunft werden also wohl manche Kunden nur noch Billigprodukte kaufen und andere nur nach den teuren Marken greifen. Diese strenge Aufteilung nach Geldbeutel dürfte nicht im Sinne von Stephon Marbury und seiner Robin-Hood-Kampagne sein.
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