Bangkok - Vom Flugzeugschlepper über das Röntgengerät bis zum Passagierjet - Umzüge von Großflughäfen wie dem von Bangkok am Donnerstag haben mit dem Wohnsitzwechsel aus einem Einfamilienhaus wenig gemeinsam. Das Unternehmen gleicht in seiner Präzision und Brisanz eher einer Organverpflanzung. Kurz vor drei Uhr startete der letzte Jet am alten Flughafen Don Muang - wenige Minuten später setzte die erste Interkontinentalmaschine am neuen Suvarnabhumi-Airport auf.
Mit rund 40 Millionen Fluggästen ist Bangkok eines der größten Luftfahrtdrehkreuze in Asien. Daher platzte der alte Landeplatz seit Jahren aus allen Nähten. Bei der Organisation des Umzuges berieten Spezialisten des Münchener Flughafens die Kollegen in Bangkok. Seit dem Umzug des süddeutschen Airports 1992 gilt die Flughafengesellschaft München weltweit als gefragter Berater bei Mammutumzügen von Terminals oder ganzen Flughäfen.
"Wir haben aber noch nie so etwas großes umgezogen", sagt Peter Trautmann, Geschäftsführer für Verkehr und Technik am Flughafen München und Spezialist für Airport-Ortswechsel. In Spitzenzeiten waren rund 20 Experten aus München als Berater in Thailand.
Beim Umzug in der Nacht zum Donnerstag fuhren mehr als 1600 Transporte die rund 30 Kilometer lange Strecke zum neuen Flughafen. In langen Konvois rollten Schlepper, Gepäckkarren, Busse und viele andere Spezialfahrzeuge an ihren neuen Arbeitsplatz. Mehrere Dutzend Passagierjets wurden in kurzen Hüpfern von nur 15 Minuten Dauer von Don Muang nach Suvarnabhumi geflogen.
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