Donnerstag, 9. Februar 2012, 15:14 Uhr

manager magazin



08.09.2006
 

McDonald's

Mc gegen Mc

Großkonzerne wie McDonald`s müssen ihren Namen schützen. Und sei es in Malaysia. Das amerikanische Schnellrestaurant sah sich durch ein ortsansässiges Unternehmen herausgefordert, klagte und siegte.

Oak Brook, Illinois - Die Kette der Burger-Schnellrestaurants McDonald's Chart zeigen hat einen Rechtsstreit gegen eine Restaurant in Malaysia gewonnen. Der Prozess gegen McCurry, wie das asiatische Unternehmen hieß, dauerte fünf Jahre - am Ende stand der Sieg für den US-Giganten.

  McDonald's:  Aus der Zentrale werden die Abwehrschlachten gegenüber Markenrechtsverletzungen koordiniert
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REUTERS

McDonald's: Aus der Zentrale werden die Abwehrschlachten gegenüber Markenrechtsverletzungen koordiniert

Bei McCurry bekamen die Gäste Curry-Gerichte und Tandoori, indische Küche eben. Die Anwälte konnten den Richter aber davon überzeugen, dass Passanten McCurry mit McDonalds verwechseln könnten. Immerhin prangte über dem Restaurant ein großes McCurry-Schild. "Der Gebrauch des Wortes McCurry und die Nutzung von Farben, die besonders für den Kläger stehen, könnten zu Konfusionen und Täuschungen führen", so lautet etwas frei übersetzt die Erklärung der Richters.

Das Gericht verurteilte das Restaurant, das Mc auf ihrem Schild zu entfernen. Doch das Restaurant gibt sich offensichtlich nicht geschlagen, will in Berufung gehen. Denn Mc sei eine bloße Abkürzung, stünde für "Malaysian Chicken Curry".

Für Unternehmen wie McDonald`s ist das kein Spass. "Vor allem unsere Marke wird verwässert", erklärt Alexander Schramm, Director Corporate Affairs bei McDonald`s. "Und es passiert ständig. Insofern müssen wir gegen solche Fälle vorgehen, sofern die Unternehmen auf Einigungsversuche nicht eingehen." Zumal das ganze auch teuer ist: "So etwas kann Schäden an der Marke im sechs- oder siebenstelligen Bereich verursachen", will Schramm sich nicht festlegen lassen.

Entdeckt werden solche Markenverletzungen übrigens manchmal durch Zufall. "Wenn die Marke nicht eingetragen ist, ruft uns schon einmal ein Kunde oder Mitarbeiter an", so Schramm. Wir die Marke dagegen eingetragen, "fahren wir ein Screening und entdecken solche Fälle."

manager-magazin.de mit Material von reuters

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