6000 Stellen sind Kürzungsziel bis 2008
VW will in Brasilien bis 2008 rund 6000 Stellen streichen, Arbeitsvergünstigungen kürzen und möglicherweise auch eine der fünf Fabriken schließen. "Unser Mutterhaus in Deutschland meint, dass wir hier in Brasilien eine Fabrik zu viel haben", sagte im Mai der Präsident der VW-Tochter, Hans-Christian Maergner.
Probleme gibt es laut VW do Brasil vor allem wegen der Aufwertung der Währung Real, die den Export belastet, und der gestiegenen Rohstoffkosten. Laut Maergner wird VW do Brasil frühestens 2007 wieder Gewinne erzielen. Er erwartet zudem eine Abnahme der Exportzahlen um 40 Prozent bis 2008 im Vergleich zu 2005. Im vorigen Jahr waren knapp 260.000 Fahrzeuge ins Ausland verkauft worden - vor allem nach Lateinamerika, USA/Kanada und Europa.
VW ist seit Jahren der größte Fahrzeug-Exporteur Brasiliens. Nach jüngsten Zahlen hat es einen Anteil von 22,3 Prozent am brasilianischen Fahrzeugmarkt. Brasilien ist mit über 380.000 Auslieferungen der drittgrößte Markt für den Volkswagen-Konzern nach Deutschland und China. Volkswagen do Brasil produzierte im vergangenen Jahr rund 646.000 Fahrzeuge.
dpa
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