31.08.2006
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Finanzmetropole Frankfurt

Blick hinter die Fassaden

Von Rita Syre

Finanzgeschäfte sollen diskret ablaufen: Einblicke hinter die Fassaden der Finanzmetropolen in Frankfurt werden daher selten gewährt. Die Fotographen Ulrich Mattner und Stephan Morgenstern haben sich auf die Suche nach den Menschen hinter den Glasfassaden gemacht. Das Ergebnis haben sie zu einem Bildband zusammengestellt.

Das Buch "Frankfurt Inside" von Ulrich Mattner und Stephan Morgenstern (Kehrer Verlag, Heidelberg) wird am 24. September im Frankfurter Leinwandhaus vorgestellt.
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Das Buch "Frankfurt Inside" von Ulrich Mattner und Stephan Morgenstern (Kehrer Verlag, Heidelberg) wird am 24. September im Frankfurter Leinwandhaus vorgestellt.

Frankfurt am Main - Sieht der Frankfurt-Chef der Unternehmensberatung McKinsey im Japan-Tower von seinem Schreibtisch hoch, so blickt Florian Budde nicht sofort auf die Türme der Deutschen Bank, sondern auf ein Bild mit den drei Worten "Dollar - We Trust".

Etwa 330 Finanzhäuser haben in der Finanzmetropole Frankfurt am Main ihren Standort, gut ein Drittel kommt aus dem Ausland. Jeder vierte Frankfurter hat keinen deutschen Pass. Rund 100.000 Menschen und damit etwa ein Sechstel der Bürger arbeiten in der Finanzindustrie und für die um sie herum angesiedelten Dienstleister wie eben McKinsey.

Banker und Berater sind zwar allgegenwärtig in Frankfurt, aber sie gewähren nur selten Einblick hinter die verspiegelten Glasfassaden der Türme aus Stahl und Beton. Die beiden Fotographen Stephan Morgenstern und Ulrich Mattner haben während eines Jahres zumindest Einblicke gesammelt und nun in einem Bildband "Frankfurt Inside - Menschen, Mächte, Märkte" zusammengestellt. "Unser Ansatz war, die Menschen hinter den Fassaden zu zeigen", umreißt Mattner das Konzept.

Zugang haben die beiden Fotographen fast überall bekommen, nicht aber überall hin. Einblicke wie bei der Commerzbank, die den Ausblick beim Besuch der Vorstandstoilette auf die anderen Bankentürme erlaubt, gehören zu den Ausnahmen. Aber die Fotos bieten Überraschendes - und zeigen Extreme. Wie die angeschrammten Schließfächer im Tresorraum der noblen Bethmann Bank. Oder das fast schrille Design aus raffiniert beleuchteten Plastikwänden in grün, orange und blau bei der Wirtschaftskanzlei Linklaters. "Dieses fast schon psychodelische Design war dann doch die größte Überraschung", sagt Mattner.

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