Düsseldorf/Hamburg - Der Vollzug des Kaufvertrages stehe unter anderem unter den Vorbehalten des Vorkaufsrechts der Miteigentümer der HSH Nordbank sowie der Zustimmung des Aufsichtsrates der WestLB, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.
WestLB-Chef Thomas Fischer erklärte: "Mit der erfolgreichen Veräußerung unserer Beteiligung öffnen sich der WestLB neue Möglichkeiten zu weiterem organischem Wachstum in strategisch wichtigen Märkten. Mit dem von J.C. Flowers beratenen Erwerberkreis sind Investoren gefunden worden, die nach unserer Einschätzung die strategischen Vorstellungen der Miteigentümer und des Managements der HSH Nordbank in hohem Maße teilen. Unsere Entscheidung für diese Investoren ist nach sorgfältiger Abwägung aller wesentlichen Kriterien gefallen. Wir haben einen attraktiven Abschluss."
Die WestLB hält über 24,1 Prozent des Kapitals der HSH und knapp 26,6 Prozent der Stimmrechtsanteile. Die anderen Eigentümer der HSH - das Land Hamburg, Schleswig-Holstein und der dortige Sparkassenverband - verfügen über ein Vorkaufsrecht, das nach Auslösung binnen eines Monats zu gleichen Konditionen wie jetzt vertraglich vereinbart ausgeübt werden kann.
Buchgewinn im niedrigen dreistelligen Millionenbereich
Erhalten die Investoren den endgültigen Zuschlag, wird erstmals eine größere Beteiligung an einer deutschen Landesbank an internationale Investoren außerhalb der Bundesrepublik gehen.
Ursprünglich hatte die WestLB die HSH-Minderheitsbeteiligung erworben, um die Landesbank mit Sitz in Hamburg und Kiel zu übernehmen. Die WestLB konnte sich mit diesem Vorhaben aber nicht durchsetzen und entschied sich deshalb, die Anteile zu verkaufen.
In Branchenkreisen wird damit gerechnet, dass die WestLB einen Buchgewinn im niedrigen dreistelligen Millionenbereich erzielt.
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