Benutzername: Sam
Beitrag: Es ist eine legitime und vernünftige Option seinen Weg im Ausland zu suchen, vor allem dann, wenn man immer an seine Pflichten erinnert wird und beim Versuch seine Möglichkeiten auszuleben eingebremst wird wo es nur geht.
Ich selbst habe einen sicheren Job hier und werde nächstes Jahr Deutschland trotzdem den Rücken kehren, denn alleine die Jobmisere ist kein Grund zum Auswandern. Und was heißt schon Auswandern? Die, die sie als Auswanderer bezeichnen und temporär in die deutschen Nachbarstaaten umsiedeln, sind beim ersten seriösen Angebot genau so schnell wieder daheim!
Echte Auswanderer treiben andere Gründe, meistens zumindest!
Benutzername: Herhoff
Beitrag: Wenn wir keine schulpflichtige Tochter hätten, wäre es eine beschlossene Sache, die Koffer zu packen, und Deutschland den Rücken kehren. Ob im privaten oder geschäftlichen Umfeld, man erfährt täglich nur negative Eindrücke. Jeder hofft wöchentlich auf den großen Lotto-Jackpot und die Älteren auf den Vorruhestand, um die erhoffte Erlösung zu erzielen und abzuhauen.
Benutzername: Burkhard
Beitrag: Es ist sicherlich Unsinn, "Auswanderer an ihre patriotischen Pflichten" zu erinnern; ebenso wie es meines Erachtens falsch ist, einfach "Verständnis für die modernen Wirtschaftsflüchtlinge" zu zeigen.
Die PRAXIS verlangt aus eigener Erfahrung eher "Hands-on-Mentalität" mit entsprechenden Anforderungen beiderseits. Unstrittig ist aus der täglichen Arbeit, dass hierfür ein sehr hohes Maß an PRAKTISCHER Erfahrung zählt, die NIEMALS unterschätzt werden sollte und auch nicht mit ein paar Praktika oder dergleichen, selbst nicht im Ausland, kompensiert werden kann!
Auch ich musste meine materiellen Vorstellungen deutlich zurückschrauben. Auch mir boten sich Perspektiven im Ausland. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich auch in Deutschland wieder das Blatt wendet. Immerhin liegt Deutschland mittlerweile im europäischen Vergleich nur noch im Mittelfeld der Fertigungskosten. Entweder man versucht so weit es geht, dieses Land weiter international wettbewerbsfähiger zu gestalten oder man "verkrümelt" sich ins Ausland und kommt bei einem umgekehrten Prozess wieder auf die Idee, dann einfach in Deutschland anzuklopfen. Letztgenanntes könnte dann gerade eben nicht als "wahre Bewältigung beruflicher Herausforderungen" angerechnet werden, was bei vielen Einstellungsgesprächen eben mit das Wichtigste ist.
Wenn immer mehr qualifizierte Fach- und Führungskräfte Deutschland den Rücken kehren, bestimmt der Marktmechanismus automatisch den "internationalen Ausgleich".
Also: VIEL GLÜCK!
Benutzername: cgnapi
Beitrag: "Starke Schultern" sollen ja laut unserer Bundeskanzlerin Frau Merkel mehr tragen. Tun sie auch nämlich ihr Geld und ihre Arbeitskraft ins meist nahe Ausland. Dort schämen sich die Menschen nicht dafür als Besserverdienende zu gelten und selber für ihr Alter oder Ihre Gesundheit vorzusorgen. Bei vielen ist einfach die Herausforderung es auch woanders zu etwas bringen zu können eine starke Motivation. Allerdings gilt es zu bemerken, dass die meisten wohl nach ein paar Jahren zurückkommen und auf einmal Deutschland ganz anders wahrnehmen wie zuvor (zumeist positiver). Mittel- bis langfristig kann Deutschland von dieser Entwicklung nur profitieren. Aber wer in der Politik denkt schon daran, wenn die Zeit es doch erfordert kurzfristig Haushaltsproblem zu lösen?
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